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Altdorfer Fussballer haben Glück in der Nachspielzeit

Im 2.-Liga-inter-Kellerduell setzt sich der FC Altdorf gegen den FC Kickers Luzern mit 3:2 durch. Der Siegestreffer durch einen umstrittenen Penalty fällt erst in der Nachspielzeit.
Urs Hanhart
Der Altdorfer Offensivspieler Samuel Lustenberger (rechts) im Zweikampf mit dem Kickers-Innenverteidiger Yonas Kidane. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 31. März 2019)

Der Altdorfer Offensivspieler Samuel Lustenberger (rechts) im Zweikampf mit dem Kickers-Innenverteidiger Yonas Kidane. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 31. März 2019)

Fussball kann manchmal sehr brutal sein. Diese Erfahrung musste der FC Kickers am Sonntag beim Gastspiel auf der Altdorfer Schützenmatte machen. Die unmittelbar unter dem Strich klassierten und dementsprechend dringend auf Punkte angewiesenen Stadtluzerner waren drauf und dran, zumindest einen Zähler einzufahren. In der Schlussphase, beim Spielstand von 2:2, dominierten die Gäste das Geschehen und waren sogar näher am dritten Torerfolg als die Platzherren. Doch dann in der fünften Minute der Nachspielzeit kam es bei einem Freistoss zu einer unübersichtlichen Szene im Strafraum der Gastgeber. Nach der Hereingabe gingen gleich zwei Altdorfer zu Boden. Schiedsrichter Marco Helbling zeigte trotz Protesten postwendend auf den Penaltypunkt. Altdorfs Captain Toni Pavic übernahm die Verantwortung und versenkte das Leder eiskalt zum von den einheimischen Fans viel bejubelten 3:2-Siegtreffer.

Während sich die FCA-Spieler nach dem Schlusspfiff feiern liessen, stand den Kickers-Akteuren die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, so auch deren Trainer Faras Pour Hayavi, der in seinem ersten Kommentar meinte: «Dieses Spiel war ein Spiegelbild der bisherigen Rückrunde. Wir sind einmal mehr für eine gute Leistung nicht belohnt worden, wobei der Unparteiische bei einigen Szenen aus meiner Sicht etwas fragwürdige Entscheidungen getroffen hat. Mein Team verdient trotz dieser Niederlage ein Kompliment. In der zweiten Halbzeit hatten wir den Gegner im Griff. Eigentlich hätten wir gewinnen müssen.» Trotz dieses erneuten Dämpfers sieht Hayavi dem weiteren Saisonverlauf optimistisch entgegen, betonte er doch: «Wenn wir weiterhin ähnliche Leistungen bringen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir wieder etwas Zählbares holen. Ich bin überzeugt, dass wir den Sprung über den Strich schaffen werden.»

1:2 von Kickers kommt aus heiterem Himmel

Die Zuschauer kamen in den Genuss von zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten. Im ersten Durchgang hatten die Hausherren das Sagen. Nach nur acht Minuten zirkelte FCA-Spielertrainer Samuel Lustenberger einen Freistoss aus 18 Metern unhaltbar ins linke Eck. Rund 20 Minuten später erhöhte Pavic per Penalty auf 2:0. Der Anschlusstreffer in der 34. Minute zum 2:1 durch Sandro Villiger, der mit einem platzierten Weitschuss reüssierte, kam aus heiterem Himmel, hatten doch die Kickers bis dahin offensiv nur Magerkost geboten.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts waren die Urner drauf und dran, den Sack zuzumachen. Sturmtank Pirmin Baumann hatte das 3:1 auf dem Fuss, hämmerte den Ball nach einem tollen Dribbling aber knapp über die Latte. Ab diesem Zeitpunkt nahmen die Gäste das Heft mehr und mehr in die Hände. In der 81. Minute bewerkstelligte Stefan Marinkovic verdientermassen den 2:2-Ausgleich. Danach blieb die Hayavi-Elf am Drücker, musste sich jedoch kurz vor dem Abpfiff durch den erwähnten Penaltytreffer doch noch ausknocken lassen.

Altdorf ist nun dank diesem zweiten Vollerfolg im dritten Rückrundenspiel auf den achten Platz vorgerückt und hat die Distanz zum Strich auf relativ beruhigende fünf Punkte ausgebaut.

Den Gegner durch Passivität aufgebaut

«Dass wir in der Schlussphase das Match noch umbiegen konnten, zeigt den Charakter unserer Mannschaft. Für uns ist der Sieg in diesem Abstiegskampf enorm wichtig», meinte FCA-Coach Dominic Herger. Dann fügte er noch selbstkritisch an: «Nach dem 2:0 sind wir etwas zu passiv geworden. Dadurch haben wir den Gegner ungewollt aufgebaut und er ist immer besser ins Spiel gekommen.» Zur Zielsetzung für den Rest der Saison sagte Herger: «Wir möchten den Abstand zum Strich möglichst schnell noch weiter vergrössern, um den Druck wegzunehmen. In dieser Liga gibt es keine leichten Gegner. Man muss sich jeden Punkt ganz hart erarbeiten, wie man diesmal wieder gesehen hat.»

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