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Altdorfer Handballer peilen den direkten Wiederaufstieg in die NLB an

Im letzten Heimspiel geht der KTV Altdorf gegen die SG Yellow/Pfadi sang- und klanglos mit 20:29 unter. Dennoch versprühen die Vereinsverantwortlichen im Hinblick auf die nächste Saison Zuversicht.
Urs Hanhart
Der Litauer Edvinas Vorobjovas (am Ball) gibt in der Feldli-Halle seine Abschiedsvorstellung. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 27. April 2019)

Der Litauer Edvinas Vorobjovas (am Ball) gibt in der Feldli-Halle seine Abschiedsvorstellung. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 27. April 2019)

Der letzte Auftritt der schon seit geraumer Zeit in die erste Liga abgestiegenen KTV-Truppe in der heimischen Feldli-Arena in Altdorf war symptomatisch für die gesamte, völlig verkorkste Saison. Die Platzherren spielten phasenweise recht ansprechend, konnten aber den angeschlagenen Rhythmus einmal mehr nicht durchhalten. Altdorf geriet schnell mit bis zu vier Längen ins Hintertreffen, konnte dann jedoch deutlich aufdrehen und die Partie bis zur 40. Minute ausgeglichen gestalten.

Im letzten Spieldrittel brachen die Urner – ganz ähnlich wie schon in den vorangegangenen Partien – völlig ein und mussten sich von den Zürchern richtiggehend überfahren lassen. Diese schwache Vorstellung zeigte deutlich auf, dass die Gelb-Schwarzen ganz einfach nicht über die nötige Klasse verfügen, um in der zweithöchsten Liga zu bestehen. Vom Tabellenzwölften derart brutal deklassiert zu werden, war nicht nur für die Spieler bitter, sondern auch für die mitleidenden Fans, auch wenn es nur noch um die Ehre ging.

Zwei prominente Abgänge

Altdorf muss jetzt also – nach fast zwei Jahrzehnten in der NLB und einem Kurzgastspiel in der NLA – kleinere Brötchen backen und in der nächsten Saison in der ersten Liga einen Neuanfang starten. Immerhin hält sich der Aderlass in Grenzen. Fest steht bis jetzt, dass die beiden Litauer Edvinas Vorobjovas und Marius Kasmauskas den Urner Traditionsklub verlassen werden.

Mit Topskorer Amer Zildzic und Keeper Christian Amrein wird derzeit noch über eine Vertragsverlängerung verhandelt. Nebst Vorobjovas und Kasmauskas werden auch Trainer Sebastian Munzert und Coach Marc Fallegger abtreten. Zur Nachfolgelösung sagte Altdorfs Sportchef Mirko Funke: «Wir streben die Verpflichtung eines Spielertrainers an. Spruchreif ist noch nichts, aber wir sind zuversichtlich, schon bald einen Vertrag abschliessen und den Namen bekanntgeben zu können.» Mit Spielertrainern hat man in der Vergangenheit im Urner Hauptort mehrheitlich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht. Man darf also gespannt sein, wen die Vereinsverantwortlichen diesmal an der Angel haben. Daneben laufen auch noch Bestrebungen, die Abgänge mit weiteren Neuzuzügen zu kompensieren. Zur Zielsetzung für die nächste Saison verriet Funke: «Wir peilen ganz klar den direkten Wiederaufstieg in die Nationalliga B an. Ich bin sehr optimistisch, dass wir in Bezug auf das Kader gut aufgestellt sein werden.» Zudem ist Funke zuversichtlich, dass die meisten bisherigen Sponsoren bei der Stange gehalten werden könnten. Das Budget werde zwar etwas kleiner ausfallen als bisher, aber keineswegs völlig einbrechen.

Absteiger haben es oft schwer, wieder aufzusteigen

So wie es aussieht, setzen die KTV-Verantwortlichen alles daran, dass der Abstecher in die erste Liga nur ein Kurzausflug wird und sich die Urner schnell wieder in der Nationalliga B zurückmelden. Einfach dürfte ein erfolgreiches Comeback aber keineswegs werden, zumal das spielerische Niveau in der ersten Liga nicht viel tiefer ist als in der NLB. Etliche Vereine, die früher in der NLB lange einen Stammplatz hatten, kämpfen schon seit Jahren erfolglos um die Rückkehr, so beispielsweise Altdorfs langjähriger Erzrivale, der KTV Muotathal. Selbst der mittlerweile weit vorne in der Tabelle mitmischende BSV Stans brauchte einige Jahre Anlauf, um in der zweithöchsten Spielkasse wieder Fuss zu fassen.

25. Runde: Möhlin – Endingen 36:25. Steffisburg – Kadetten Espoirs SH 34:23. Birsfelden – Solothurn 20:35. STV Baden – Emmen 37:32. Altdorf – SG Yellow/Pfadi Winterthur 20:29. SG Wädenswil/Horgen – HS Biel 30:26. Stans – Lakers Stäfa 25:34.

Altdorf – Winterthur 20:29 (11:12)

Feldli – 200 Zuschauer. – SR Haldemann, Neumann. – Altdorf: Dittli, Fabio Arnold; David Arnold (2), Gisler (1), Baumann, Ivan Fallegger, Aschwanden (1), Häusler (1), Flavio Fallegger, Auf der Maur, Henrich (5), Adamcik (1), Zildzic (7), Vorobjovas (2). – Yellow/Pfadi: Staub (1), Steden; Watkins (1), Wipf, Köller, Glaus (2), Geissler (4), Graf, Blumer (4), Lutz (7), Murri, Bühlmann (1), Wuffli (9), Maritz.

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