Die Radballer von Altdorf II stehlen Altdorf I die Show

Altdorf I mit Claudio Zotter und Simon Marty ist nicht wunschgemäss in die Schweizer Meisterschaft gestartet.

Urs Hanhart
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Altdorf II mit Fabian Hauri (links) und Roman Schneider (rechts) gewinnen alle vier NLA-Spiele.

Altdorf II mit Fabian Hauri (links) und Roman Schneider (rechts) gewinnen alle vier NLA-Spiele.

Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 25. Januar 2020)

Nur gerade zwei Punkte aus den ersten vier Meisterschaftsspielen – mit dieser mageren Ausbeute hatten selbst die grössten Pessimisten nicht gerechnet. Der erste von neun Spieltagen war für das neue Fanionteam von Radsport Altdorf mit Torhüter Claudio Zotter und Feldspieler Simon Marty ein regelrechtes Desaster. Selbst dem erfahrenen Trainer Thomas Marty gaben die schwachen Leistungen Rätsel auf. Sein Fazit: «Unser Fanionteam hat einen ganz schlechten Tag erwischt. Es war völlig von der Rolle. Ihm sind ungewöhnlich viele leichte Fehler unterlaufen. Auch die Schusspräzision liess mehr als zu wünschen übrig. Selbst gegen an sich deutlich schwächer eingestufte Gegner lief es nicht rund.»

Eigentlich profitierte Altdorf I vom Heimvorteil, denn der erste Spieltag wurde am Samstag in der heimischen Radballhalle Giessen ausgetragen. Aber diesen konnte es nicht nutzen. Im ersten Spiel mussten Zotter und Marty zum vereinsinternen Kräftemessen mit Altdorf II antreten und zogen prompt mit 1:3 den Kürzeren.

Nur noch Schöftland ist schlechter gestartet

Ganz so überraschend kam diese Startniederlage allerdings nicht, zumal für NLB-Aufsteiger Altdorf II im Tor nicht wie gewohnt Beda Planzer, sondern der kürzlich zurückgetretene Routinier Roman Schneider spielte. Planzer war verletzt und musste pausieren, sollte aber bald wieder einsatzfähig sein. Ersatzgoalie Schneider harmonierte ausgezeichnet mit Feldspieler Fabian Hauri. Dieses «Verlegenheitsduo» sorgte auch in der Folge mächtig für Furore.

Bei Altdorf I hingegen war völlig der Wurm drin. Im zweiten Spiel setzte es gegen Aussenseiter Frauenfeld eine 3:4-Niederlage ab. Und auch gegen Schöftland und Winterthur konnten Zotter und Marty jeweils nur magere Remis herausholen. Von den sechs im Einsatz gestandenen NLA-Teams startete nur gerade Schöftland noch schlechter als Altdorf I. Für Trainer Thomas Marty ist die Devise klar, betonte er doch: «Die liegengelassenen Punkte müssen an den nächsten Spieltagen irgendwie wieder hereingeholt werden. Ich hoffe, dass unser Fanionteam den Rank schnell wieder findet.»

Im Gegensatz zu Altdorf I gab sich Titelverteidiger Pfungen keine Blösse. Die Zürcher absolvierten in der Auftaktrunde drei Partien (gegen Frauenfeld, Winterthur sowie Schöftland) und gewannen allesamt in überzeugender Manier. NLA-Neuling Altdorf II hatte vor heimischer Kulisse einen geradezu sensationellen Lauf. Nach dem Erfolg im Bruderduell zogen Schneider und Hauri im gleichen Stil voll durch. Sie fegten Schöftland mit 8:1 vom Feld, besiegten anschliessend Frauenfeld mit 2:1 und behielten auch gegen Winterthur mit 6:2 die Oberhand.

Altdorf II an der Tabellenspitze

Dank dieser makellosen Bilanz mit einer Ausbeute von 12 Zählern konnte Altdorf II nach dem ersten Spieltag schon fast sensationell die Tabellenführung übernehmen. Allerdings profitierte es davon, dass Pfungen nur drei Spiele absolvieren musste. Man darf gespannt sein, ob Altdorf II an den nächsten Spieltagen dieses hohe Niveau zu halten vermag.

Zunächst steht aber wieder eine Cuprunde an. Anfangs Februar werden an drei verschiedenen Spielorten, darunter voraussichtlich auch Altdorf, die Halbfinalturniere ausgetragen. Mit dabei im Rennen um den Pott sind noch vier Teams von Radsport Altdorf.