Ad Astra Sarnens Unihockeyaner befinden sich weiterhin im freien Fall

Anstatt langsam wieder den Tritt zu finden, setzt es für Ad Astra Sarnen gegen Chur Unihockey mit 2:12 die nächste Schlappe.

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Einmal mehr Frust bei den Sarnern nach einem Gegentor.

Einmal mehr Frust bei den Sarnern nach einem Gegentor.

Bild: Andreas Bass (Chur, 2. Oktober 2020

Ad Astra Sarnen ist derzeit wahrlich nicht zu beneiden: Auf den einen Rückschlag folgt der nächste, Wochenende für Wochenende füllen die Gegner den Obwaldnern das Netz. Zuletzt konnte Chur Unihockey gegen Ad Astra das eigene Torverhältnis wie auch das Selbstvertrauen aufpolieren. Gleich mit 12:2 siegten die Bündner am Samstag und schickten die bedauernswerten Sarner auf die Heimreise. «Momentan macht es nicht wirklich Spass, da gibt es nichts zu verleugnen. Wir liessen uns im Mitteldrittel regelrecht abschlachten, obwohl wir zuvor ansprechende erste 20 Minuten hingelegt hatten», haderte Torhüter Mario Britschgi nach Spielschluss.

In der Tat startete Ad Astra gut ins Spiel. Das frühe und schön herausgespielte Führungstor der Churer durch Stucki beantwortete Läubli mit einem ebenfalls sehenswerten Tor wenig später mit dem Ausgleich. Weil Lehtinen in der 12. Minute in der gefährlichen Zone vor dem Sarner Tor zu viel Freiheiten genoss, führte das Heimteam nach dem ersten Drittel knapp mit 2:1. Das Übel aus Sicht der Sarner startete nach dem Seitenwechsel in der 25. Minute. Stucki läutete mit seinem zweiten persönlichen Treffer 15 rabenschwarze Minuten von Ad Astra ein. Nicht weniger als sieben Gegentreffer schenkten die Churer in dieser Zeitspanne den Sarnern ein. «Wir standen in dieser Phase komplett neben den Schuhen. Und zwar jeder Einzelne von uns», redete Britschgi Klartext.

Damit war schon vor dem Schlussdrittel klar, dass Ad Astra einmal mehr ohne Punkte die Heimreise würde antreten müssen. Auch Resultatkosmetik konnten die Obwaldner in den letzten 20 Minuten nicht mehr betreiben – obwohl Basil von Wyl immerhin noch der zweite Treffer für die Gäste gelang. «Momentan ist keiner unserer designierten Leistungsträger auch nur annähernd in Form. So wird es in dieser Liga extrem schwierig für uns, zu Punkten zu kommen», lamentierte der Sarner Cheftrainer Eetu Vehanen. Noch deutlichere Worte fand Britschgi, sichtlich angesäuert: «Derzeit denken wir besser gar nicht erst an Punkte, sondern – so abgedroschen es klingen mag – nehmen Drittel für Drittel oder noch besser Einsatz für Einsatz. Es kann einfach nicht sein, dass wir uns Spiel für Spiel Nachlässigkeiten en masse erlauben. Mittlerweile weiss definitiv jeder von uns, dass es dies nicht leiden mag.»

Drei Wochen Pause kommen zu richtigen Zeit

Den Sarnern bleiben nun drei Wochen Zeit, um in der spielfreien Phase den Tritt wiederzufinden. Kopf lüften, trainieren und vorwärtsschauen – etwa so dürfte die Devise von Ad Astra in der nächsten Zeit lauten. «Wichtig ist nun in erster Linie, dass wir die Freude am Unihockey wiederfinden. Vielleicht geht das derzeit im Training einfacher als im Spiel», so Britschgi. (jh)

NLA, Männer

Samstag: Zug – Waldkirch-St.Gallen 9:7. Uster – Rychenberg Winterthur 3:8. Malans – Langnau 5:7. Chur – Sarnen 12:2.
Rangliste: 1. Wiler-Ersigen 4/12 (27:10). 2. Langnau 5/12 (31:22). 3. Grasshoppers 4/10 (30:14). 4. Köniz 4/9 (31:8). 5. Malans 5/9 (24:18). 6. Chur 5/9 (28:23). 7. Zug 5/8 (28:30). 8. Waldkirch-St.Gallen 5/6 (26:28). 9. Rychenberg Winterthur 5/6 (27:30). 10. Uster 5/3 (19:29). 11. Thun 4/0 (12:25). 12. Sarnen 5/0 (6:52).

Chur – Sarnen 12:2 (2:1, 7:0, 3:1)
Gewerbliche Berufsschule. – 203 Zuschauer. – SR Wehinger/Zurbuchen.
Tore: 2. Stucki (Rieder) 1:0. 4. Läubli (J. von Wyl) 1:1. 12. Lehtinen (Beeler) 2:1. 25. Stucki (Mayer) 3:1. 26. Mettier (Bischofberger) 4:1. 29. Beeler (Sesulka) 5:1. 30. Bass 6:1. 37. Schlegel (Amato) 7:1. 38. Karlson Martell (Rieder) 8:1. 40. Beeler (Lehtinen) 9:1. 42. B. von Wyl (Savinainen) 9:2. 45. Amato (Bass) 10:2. 46. Beeler (Sesulka) 11.2. 51. Rieder (Hyrkkönen/Ausschluss Markström) 12:2.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Sarnen.
Chur: Reich; Jung, Sesulka; Stucki, Decasper; Bischofberger, Mettier; Beeler, Hyrkkönen, Lehtinen; Karlson Martell, Mayer, Rieder; Amato, Schlegel, Bass; Stingelin, Candrian, Brunold.
Sarnen: Britschgi (ab 40. Amrein); J. von Wyl, Läubli; Danis, Berchtold; Höltschi, Kramelhofer; R. Schöni, Markström, C. von Wyl; B. von Wyl, Savinainen, Sommerhalder; Dubacher, Lingg, Ma. Furrer; Durot.
Bemerkungen: Sarnen ohne Bitterli (Ersatz), Gnos und M. Schöni (beide verletzt), sowie Boschung (abwesend). 26. Timeout Sarnen.

Schweizer Cup. 1/32-Final: Uznach Jona Flames – Sarnen 5:4 (1:1, 1:1, 2:2, 1:0) n. V.