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Ad Astra Sarnen hat zwei Matchbälle für den Aufstieg in die NLA

Am Wochenende entscheidet sich, ob die Unihockeyaner von Ad Astra Sarnen den erstmaligen NLA-Aufstieg der Vereinsgeschichte schafft. Ein Sieg fehlt den Obwaldnern, um einer starken Saison die Krone aufzusetzen.
Markus Abegg kann seine Karriere in Sarnen krönen. Bild: André Düsel (Sarnen, 6. April 2019)

Markus Abegg kann seine Karriere in Sarnen krönen. Bild: André Düsel (Sarnen, 6. April 2019)

«Das waren vom Verlauf her gesehen zwei verrückte Partien am vergangenen Wochenende. So etwas erlebt man nicht alle Tage», blickt Ad Astra-Stürmer Markus Abegg zurück. «Unihockey ist nicht berechenbar und ein Spiel kann sehr schnell kippen. Genau das macht den Reiz an dieser Sportart aus. Wäre das nicht so, würde ich wohl schon länger nicht mehr spielen.» Während Abegg am Kippen der Partie am Samstag in Kloten wenig Freude hatte – Ad Astra Sarnen verspielte gegen Kloten-Dietlikon in Spiel vier der Auf-/Abstiegsserie NLB/NLA in den letzten fünf Minuten einen Drei-Tore-Vorsprung und verlor die Partie in der regulären Spielzeit 6:7 – freute er sich umso mehr über den 8:7-Sieg nach Verlängerung am Sonntag.

Das Wochenend-Résumée des Sarner Teamseniors fällt darum unter dem Strich positiv aus: «Wir konnten am Sonntag auch das dritte Heimspiel der Serie gewinnen und haben darum zwei Matchbälle, um den Aufstieg perfekt zu machen. Wie wir Spiel fünf nach einem Wechselbad der Gefühle noch einmal drehen und in der Verlängerung für uns entscheiden konnten, gibt uns mental definitiv viel Selbstbewusstsein. Die Jets werden am Samstag unter Druck sein, wir hingegen können befreit aufspielen.»

Alle Juniorenstufen in Sarnen durchlaufen

Er habe in seiner langen Karriere schon einige verrückte Spiele erlebt, «aber nie in einer so wichtigen Phase der Saison wie jetzt in den Aufstiegsspielen», blickt Abegg auf seine bisherige Karriere zurück. Und diese gehen weit zurück: Nach der Gründung von Ad Astra Sarnen war er Mitglied der ersten Juniorenmannschaft des Vereins. Bei Ad Astra durchlief der gebürtige Wiler sämtliche Juniorenstufen, ehe er als 14-jähriger Jungspund in der ersten Mannschaft debütierte, welche damals in der 1. Liga spielte. Einige Jahre spielte Abegg für das Fanionteam von Ad Astra, bis er als 22-Jähriger eine neue Herausforderung suchte und diese in Zürich beim NLA-Team Grasshopers auch fand.

«Mit Sarnen waren wir zuvor mehrmals knapp am Aufstieg in die NLB gescheitert. Persönlich war es damals für mich Zeit für einen Tapetenwechsel. Rückblickend war dies ein guter Entscheid», blickt Abegg zurück. Seine Wanderjahre beendete der mittlerweile 35-Jährige erst nach dem Aufstieg seines Stammvereins in die NLB. «Nach dem Abschluss des Studiums war der Moment für die Rückkehr in die Heimat gekommen. Ein Entscheid, den ich nie bereut habe», so Abegg.

In seiner mittlerweile siebten Saison zurück in Sarnen hat Abegg öfter eingenetzt als je zuvor: Noch ein Treffer fehlt dem Flügelstürmer, um erstmals die Marke von 30 Toren pro Saison zu knacken. «Meine grosse Stärke ist der Schuss. Mit Toren kann ich dem Team am meisten helfen, Toreschiessen ist meine Hauptaufgabe. Darum schaue ich schon auch auf meine eigenen Skorerwerte», gibt Abegg zu. Schaut man rein auf die Zahlen, konnte der Architekt seinem Team vor allem in den Playoffs sehr gut helfen. Schon zehn Tore gelangen ihm in den drei Playoff-Runden, drei davon gegen Kloten. «Für den Erfolg des Teams braucht es aber mehr als nur Tore, das haben wir am letzten Wochenende gesehen», weiss Abegg. «Letztendlich zählt der Erfolg des Teams. In einer Phase wie jetzt noch viel mehr als sonst.» Für das Prädikat «erfolgreich» fehlt der Saison von Abegg und seinen Teamkollegen noch ein Sieg. «Wir haben die vielleicht einmalige Chance Historisches zu schaffen und mit Ad Astra erstmals in der Vereinsgeschichte in die NLA aufzusteigen. Diese Gelegenheit lassen wir uns nicht mehr nehmen», ist Abegg überzeugt.

Aufstieg als Krönung der Karriere

Es wäre die vorläufige Krönung einer langen Karriere von Abegg. Ob er diese fortführt, lässt der junge Familienvater offen: «Dieser Entscheid ist noch nicht reif und ich muss ihn auch nicht jetzt treffen. Erst mal spielen wir diese Saison fertig, alles Weitere hat noch Zeit.» Abeggs Funkeln in den Augen ist zu entnehmen, dass er förmlich auf das Wochenende brennt: »Am Samstag werden zahlreiche Fans aus Obwalden in rot-schwarz in der Halle sein. Das wird ein Heimspiel in Kloten. Nicht auszumalen was passiert, wenn uns der vierte Sieg gelingt. Das will ich und will das ganze Team erleben, dafür werden wir uns zerreissen.» (jh)

Best-of-7-Serie. Kloten-Dietlikon Jets – Ad Astra Sarnen. Samstag. 6. Runde: Kloten-Dietlikon Jets – Ad Astra Sarnen (20.00, Ruebisbach, Kloten). – 7. Runde (eventuell). Sonntag: Ad Astra Sarnen – Kloten-Dietlikon Jets (17.00, Vereinshalle).

Hinweis: Das Spiel am Samstag in Kloten wird kostenlos im Livestream übertragen unter: swissunihockey.tv

Fancar: Der Ad Astra-Fanclub organisiert am Samstag die Reise nach Kloten. Infos unter: adastra.ch

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