Unihockey
Diese Mannschaft lebt: Ad Astra leistet starken Widerstand

Die Obwaldner liegen in der Playout-Serie nach einem Sieg und einer Niederlage gegen die Unihockey Tigers Langnau 1:2 zurück.

Drucken
Der überragende Sarner Oliver Forslind (rechts) im Zweikampf mit dem Langnauer Dario Langenegger.

Der überragende Sarner Oliver Forslind (rechts) im Zweikampf mit dem Langnauer Dario Langenegger.

Bild: Pius Amrein (Sarnen, 3. Oktober 2021)

Es sieht lange gut aus. Ad Astra wehrt sich vorzüglich gegen die Tigers Langnau, geht mehrmals in Führung – aber am Ende setzt sich der Favorit doch noch durch: 6:4 lautet das Ergebnis der dritten Playout-Partie. In der Serie, die am kommenden Freitag in Sarnen fortgeführt wird, steht es zwar 1:2. Aber an diesem Wochenende haben die Obwaldner gezeigt, dass sie sich durchaus Chancen ausrechnen dürfen, die Berner zu bezwingen und sich den Ligaerhalt in der NLA zu sichern.

«Hoffen wir, dass es besser läuft», sagt Sarnens Trainer Tomas Chrapek am Samstagmittag, ein paar Stunden vor dem zweiten Duell mit den Tigers Langnau, die ihrem Gegner aus Sarnen beim 10:2 eine deftige Lektion erteilt haben.

Ein kräftiges Signal: Vom 1:4 zum 5:4

Tatsächlich läuft es besser, deutlich besser. Und Ad Astra zeigt vor heimischem Publikum eine beeindruckende Moral. Nach zwei Dritteln liegt das Team 1:3 zurück, in der 42. Minute erhöhen die Emmentaler gar auf 4:1 – aber als Sieger gehen trotzdem die Obwaldner vom Platz. Weil sie nicht resignieren, sondern sich aufbäumen und eine Verlängerung erzwingen. Nach 66 Minuten ist der ersehnte Erfolg Tatsache. Erik Oweling, der zuvor schon zweimal getroffen hat, sorgt für das umjubelte 5:4 und gleicht die Serie zum 1:1 aus.

«Für uns war vor Beginn der Playouts klar: Der Druck lastet auf den Tigers», sagt Verteidiger Valerio Läubli,

«aber wir wollten uns und unserem Publikum beweisen, dass wir uns besser wehren können als in der ersten Partie.»

Der Mannschaft von Trainer Tomas Chrapek gelingt es, dieses kräftige Zeichen in Abwesenheit von Topskorer Alexander Rudd auszusenden. Der Schwede fällt vorläufig wegen einer Corona-Infektion aus.

Die Reaktion beeindruckt auch den Chef. «Das ist der Beweis, dass es funktionieren kann, wenn wir nie aufgeben», sagt Chrapek am Sonntagmorgen, «viele haben uns das wohl nicht zugetraut. Darum bin ich erst recht stolz auf meine Spieler.» Seine Hoffnung besteht darin, dass sie am Nachmittag in der Espace-Arena in Biglen mit gleicher Leidenschaft die dritte Begegnung gegen die Langnauer bestreiten – und im Idealfall das «Break» schaffen.

Im Schlussdrittel fällt die Entscheidung

In der Halle, in der Ad Astra Anfang Februar noch 14:2 deklassiert worden ist, präsentieren sich die Obwaldner durchaus selbstbewusst und gewillt, den zweiten Sieg zu landen. Einer von ihnen rückt im ersten Drittel besonders in den Mittelpunkt: Oliver Forslind. Der 20-jährige Schwede bringt den effizienten und hartnäckigen Gast aus Sarnen 2:0 in Führung.

Die Tigers stehen nun erst recht unter Zugzwang. Aber sie sind in der Lage, eine Reaktion zu zeigen. Kurz vor Schluss des ersten Abschnitts glückt ihnen der Anschlusstreffer, und in der 29. Minute gleichen sie aus. 2:2 steht es also, und die Fortsetzung passt zu diesem ausgeglichenen Spiel. Oweling verschafft Ad Astra mit dem 3:2 einen Vorteil, aber zwölf Sekunden vor Drittelsende gleichen die Tigers in Überzahl aus. Sie schaffen es auch, auf Forslinds 4:3 eine schnelle Antwort zu geben und den starken Goalie Pascal Amrein zu überwinden.

Zu einer Verlängerung wie am Vorabend kommt es aber nicht. Der Favorit erzwingt die erstmalige Führung und macht mit dem 6:4 schliesslich alles klar. (peb.)

Unihockey

NLA. Playouts (Best of 7). 3. Runde: Sarnen – Langnau 5:4 n. V.. Langnau – Sarnen 6:4; Stand 2:1. Thun – Chur Unihockey 6:4 (1:2, 5:0, 0:2). Chur Unihockey – Thun 8:2 (1:0, 2:1, 5:1; Stand 2:1.

Sarnen – Langnau 5:4 (1:1, 0:2, 3:1, 1:0) n. V.
Dreifachhalle. – 235 Zuschauer. –SR Schuler/Sprecher. – Tore: 3. Steiner (Flühmann) 0:1. 15. Oweling (Forslind) 1:1. 23. Matthias Steiner (Kropf) 1:2. 23. Gerber (Gfeller) 1:3. 42. Rentsch (Flühmann) 1:4. 50. Eberhardt 2:4. 51. Hagert (Forslind) 3:4. 60. Oweling 4:4. 66. Oweling (Hagert) 5:4. – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Ad Astra Sarnen, 3-mal 2 Minuten gegen Langnau.

Langnau – Sarnen 6:4 (1:2, 2:1, 3:1)
Espace-Arena, Biglen. – 372 Zuschauer. – SR Anderegg/Röder. – Tore: 7. Forslind (Müller) 0:1. 16. Forslind (Hagert) 0:2. 20. Musio (Jakob) 1:2. 29. Gerber (Lauber) 2:2. 36. Oweling (Forslind) 2:3. 40. Siegenthaler (Flühmann) 3:3. 43. Forslind (Oweling) 3:4. 43. Nyh (Kropf) 4:4. 49. Siegenthaler (Gerber) 5:4. 51. Gerber Steiner) 6:4. – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Langnau, 2-mal 2 Minuten gegen Ad Astra Sarnen.