Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Sempach bleibt im Abstiegssumpf

Der FC Littau wurde zu Hause gegen Sempach seiner Favoritenrolle gerecht. Dank dem 5:2-Sieg ist er alle Sorgen los. Die Sempacher hingegen müssen weiter um den Ligaerhalt zittern.
Ruedi Vollenwyder
Hat gut lachen: Captain Michel Britschgi hat soeben den zweiten Treffer für den FC Littau erzielt. Bild: Philipp Schmidli (Littau, 12. Mai 2018)

Hat gut lachen: Captain Michel Britschgi hat soeben den zweiten Treffer für den FC Littau erzielt. Bild: Philipp Schmidli (Littau, 12. Mai 2018)

Es lief die 66. Minute, als der Schiedsrichter nach einem Handspiel von Alessio Colatrella auf den Penaltypunkt zeigte. Der fällige Elfmeter wäre die Möglichkeit zum 3:3-Ausgleich gewesen. Doch der Linienrichter intervenierte, er hatte das Handspiel ausserhalb des Strafraumes gesehen. Der gut pfeifende Referee nahm den Entscheid zurück und gab Freistoss statt Penalty. Zu diesem Zeitpunkt lag der FC Sempach im 2.-Liga-Regional-Spiel gegen Littau 2:3 hinten. Nach drei herrlich herausgespielten Toren von Dominic Britschgi (14. Minute) Michel Britschgi (24.) und Simon Britschgi (31.) brachte ein fünfminütiges Blackout der Stadtluzerner die Sempacher vor der Pause wieder ins Spiel zurück. Dennoch ärgerte sich Sempach-Trainer Markus Koch nach dem Spiel noch immer über diese Szene: «Wenn man im Abstiegssumpf steckt, läuft alles gegen dich. In der Partie gegen Ägeri (1:3) gab es eine ähnliche Situation. Doch damals ging der Schiedsrichter nicht auf die Intervention des Assistenten ein und blieb bei seinem Entscheid.»

Littau spielt passives Sempach an die Wand

Die 120 Zuschauer bekamen einen kuriosen Match vorgesetzt. Bis kurz vor dem Seitenwechsel hatte der FC Littau das Spiel im Griff. Das Team um Trainer Thomas Zwimpfer spielte das passiv agierende Sempach geradezu an die Wand. Der Lohn fiel mit dem Drei-Tore-Vorsprung jedoch zu knapp aus. «Ich erkannte gegenüber den beiden letzten Partien, wo wir gute Leistungen ablieferten, meine Mannschaft nicht wieder», analysierte Sempach-Coach Koch. «Wir fanden gegen die gut kombinierenden Littauer nie in die Partie. 40 Minuten lang liefen wir Ball und Gegner hinterher.» Doch dann folgte das Littauer Blackout, das den Spielverlauf komplett auf den Kopf stellte. Zuerst profitierte Luca Müller (41.) von einem haarsträubenden Fehler von Nicola Baumann: 3:1. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erzielte Jonas Zust nach einem weiten Einwurf von Adrian Schnider den 3:2-Anschlusstreffer. «So ist Fussball. Dieser Sport lebt auch von Fehlern», äusserte sich der 24-jährige Littauer Doppeltorschütze Simon Britschgi zu diesen beiden Aussetzern. Die Pausenanalyse vom Sempach-Trainer Koch wurde wohl ob der erdrückenden Littau-Überlegenheit etwas lauter und fand auch Gehör. In der zweiten Halbzeit packten die Sempacher ihre kämpferischen Tugenden aus. «Meine Spieler standen nun näher beim Gegenspieler, agierten aggressiver. So konnten wir das Spiel der technisch starken Littauer unterbinden und selbst einige gute Torchancen kreieren.» Nach einem Pfostenschuss von Simon Britschgi (52.) folgten beste Sempacher Möglichkeiten. Doch Michael Fölmli (54.) und Silvan Salihi (71.) verpassten den zu diesem Zeitpunkt verdienten Gleichstand, das beherzte Auftreten der Sempacher wurde nicht belohnt. Simon Britschgi schickte mit einem glücklichen Prellball-Tor – es war sein der 14. Saisontreffer – die Sempacher endgültig auf die Verliererstrasse. Das 5:2 von Gabriel Piliskic (91.) war nur noch eine Zugabe.

Sempach wartet weiter auf das Schlachtenglück

Littau-Trainer Thomas Zwimpfer zeigte sich über diese Saison «nach einer harzigen Vorrunde und einer stabilen Rückrunde» zufrieden. In der neuen Spielzeit will er noch vermehrt auf den Nachwuchs setzen. Bei seinem Gegenüber Koch hingegen geht das Zittern um den Ligaerhalt weiter. Er hofft, angesprochen auf den verwehrten Elfmeter in der 66. Minute: «Es wäre an der Zeit, dass das Schlachtenglück auch einmal auf unsere Seite kippen würde.» Im Hinblick auf den Abstiegskampf zu Hause gegen den tabellenletzten Obergeissenstein (Samstag, 26 Mai, 18.00 Uhr) ist das ein Wunsch, der Sempachs Abstiegssorgen wesentlich verkleinern würde.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.