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Kickers schiesst gegen Sursee ein Tor für die Ewigkeit

Kickers Luzern schlägt Sursee im 2.-Liga-inter-Duell mit einem starken Auftritt verdient 2:0 (1:0). Für den Höhepunkt sorgt Stephane Munduki mit einem grandiosen Hocheckschuss zur Siegsicherung.
Sursee-Stürmer Elvis Bratanovic (links) wird vom späteren Torschützen Stephane Munduki bedrängt. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 29. 9. 2018))

Sursee-Stürmer Elvis Bratanovic (links) wird vom späteren Torschützen Stephane Munduki bedrängt. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 29. 9. 2018))

Hoher Unterhaltungswert war dem Spiel kaum zu attestieren, der FC Kickers schien den Führungstreffer, den Palushi in der 43. Minute nach einer Massflanke von Würmli per Kopfball resolut erzielt hatte, sicher zu verwalten. Es war ein Dutzendspiel an einem der ersten Herbsttage, kühl, hie und da nahe an der Trostlosigkeit. Mit Zuschauern, die dick eingemummt auf der Tribüne sassen und dem Ende entgegensehnten. Dann diese 84. Minute. Sie lieferte das, was das Herz des Fussballfans höher schlagen lässt. Ein Traumtor. In der Entstehung wie im Abschluss. Granit Palushi, der grossgewachsene Schlaks, der kaum auffällt, sich aber stets in die wichtigen Aktionen schleicht, bediente Linksverteidiger Stephane Mun­duki mit einem Zuckerpäss­chen in den freien Raum, und der wusste ganz genau, was zu tun ist. «Mein Papa hat mir immer gesagt: Wenn du mal im Strafraum bist und den Ball am Fuss hast, dann suche den Tunnelblick. Traue dir etwas zu und versuch den Schuss aufs Tor.» Das tat Munduki mit solcher Brachialgewalt, dass Sursee-Keeper D’Ovidio nur noch das Staunen blieb.»

Munduki, 17-jähriges Talent aus den Reihen der U18-Junioren des FC Luzern, im Sommer eben zu Kickers gestossen, freute sich enorm: «Ich widme dieses schöne Tor meiner kürzlich verstorbenen Grossmutter Ribi. Sie hat mir so viel bedeutet. Jetzt weiss ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.» Der Weg soll dereinst in die Super League führen: «Ich tue ­alles dafür.»

Kickers-Spieler Yahia Abaidia (links) gegen Bojan Malbasic vom FC Sursee. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 29. September 2018))
Kickers-Spieler Yahia Abaidia zieht Sursee-Spieler Florentin Prenrecay zurück. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 29. September 2018))
Elvis Bratanovic vom FC Sursee (vorne) gegen Stephane Munduki von Kickers Luzern. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 29. September 2018))
Elvis Bratanovic vom FC Sursee am Ball gegen Kickers-Spieler Stephane Munduki. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 29. September 2018))
Elvis Bratanovic vom FC Sursee gegen die Kickers-Spieler Granit Palushi (links) und Philippe Fischer. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 29. September 2018))
Sursees Pascal Bader (links) gegen Kickers-Spieler Leonardo Würmli. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 29. September 2018))
6 Bilder

Kickers Luzern - Sursee 2:0

Zu stark auf Bratanovic fixiert

Der Kickers-Sieg ging in Ordnung, die Stadtluzerner waren nicht besser, in der Effizienz aber grösser, im Zweikampf energischer, cleverer auch. Und Trainer Faras Hayavi, wenn’s bei Geplänkeln an der Seitenlinie hektisch wurde auch verbal sehr durchschlagskräftig, hatte seine Mannschaft klug eingestellt. Er merkte, was allerdings keiner Hellseherei bedurfte, schnell einmal, dass das in der Mittelfeldzone meist langatmige Angriffsspiel der Surseer quasi ausnahmslos auf die Abschlussqualitäten von Elvis Bratanovic fixiert war; der zirkelte zwar zwei, drei gute Bälle auf das Kickers-Tor – zu wenig genau für den aufmerksamen Goalie Fabio Zizzi. «Das war nicht gut», sagte Sursee-Sportchef Erich Möstli, «wir waren diesmal zu leicht auszurechnen».

Ungeklärte Frage nach dem neuen Sursee-Trainer

Dies wolle er indes nicht als Mängelrüge an die Adresse von Coach Franz Elster verstanden haben, der vor acht Tagen von Andi Grüter (übernahm kurzfristig den Trainerjob bei Schötz) übernommen hatte: «Franz hat das Team perfekt auf dieses Spiel eingestellt, doch die Spieler haben seine Ideen nicht umgesetzt.» Die Frage allerdings bleibt offen: Ist Elster nur eine Interimslösung auf der Suche nach einem neuen Headcoach, oder bleibt der Nothelfer, der Grüter ja fast zwei Jahre lang assistiert hatte, für längere Zeit? Möstl, der Sportchef, früher ein figulanter Torjäger, bleibt unverbindlich: «Wir haben verschiedene Szenarien. Was ich sagen kann, ist: die Niederlage gegen Kickers Luzern hat seine Chance nicht geschmälert.» Oder exakter: «Der Ball liegt bei ihm. Er muss sich in den nächsten Tagen entscheiden, ob er sich zutraut, diesen Job zu übernehmen. Dann ist denkbar, dass er bis im Winter der Chef dieser Mannschaft bleibt.»

Kickers Luzern – Sursee 2:0 (1:0)
Tribschen. – 150 Zuschauer. – SR Louis. – Tore: 43. Palushi 1:0. 85. Munduki 2:0. – Kickers Luzern: Strässle; Marki, Kidane, Fischer Munduki; Würmli (90. Carvalho), Abaidia, Brzovic, Teixeira (57. Villiger); Vukovic (86. Jelmini); Palushi (90. Cipolla). – Sursee: D’Ovidio; Prenrecaj, Bieri, Bajrami (86. Wattenberg), Feuchter; Maumar (46. Wyder), Bader (46. Hasani), Ehrler, Balaj (68. Graf); Malbasic; Bratanovic.

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