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Rassisten beleidigen Balotelli im Kybunpark: "Captain muss italienisches Blut haben"

Bei seiner Rückkehr in die Nationalmannschaft wird Mario Balotelli zur Zielscheibe von Rassisten. Beim Länderspiel gegen Saudi-Arabien in St.Gallen beleidigen italienische Fans ihren Stürmer mit einem Banner. Was Daniel Last, Sprecher der FCSG Event AG, dazu sagt.
Stephanie Martina
Bei seinem Comeback in der Nationalmannschaft wird Mario Balotelli rassistisch beleidigt. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Bei seinem Comeback in der Nationalmannschaft wird Mario Balotelli rassistisch beleidigt. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

«Mein Captain muss italienisches Blut haben!» – dieses Spruchband hängten italienische Fans am Montagabend ans Geländer der Gegentribüne des Kybunparks. Adressiert war die Botschaft an Mario Balotelli, der nach fast vier Jahren sein Comeback in der Nationalmannschaft gab und den "Azzurri" gegen Saudi-Arabien mit einem Treffer zum Sieg verhalf. Hintergrund der rassistischen Aktion: Mario Balotelli, der Sohn von Einwanderern aus Ghana, steht im Gespräch als potenzieller Ersatz-Captain für Leonardo Bonucci.

Last: "Wir haben erst im Nachhinein davon erfahren"

Was sagt Daniel Last, Mediensprecher der FCSG Event AG, zum Vorfall? Weder während noch nach dem Spiel seien Beschwerden aus dem Publikum eingegangen, hält er fest. Der Vorfall sei auch nirgends rapportiert worden. "Wir haben erst im Nachhinein davon erfahren und daraufhin sofort den Austausch mit der Fifa und dem italienischen Fussballverband gesucht", erklärt Last. Noch sei unklar, ob eine der beiden Parteien gegen die fehlbaren Fans Massnahmen ergreifen und Sanktionen wie Stadionverbote verhängen werden.

Rassismus – ein seltener Gast im Kybunpark

Obwohl auch beim FC St.Gallen Saison für Saison schwarze Spieler dem Kader angehören, sei man in St.Gallen glücklicherweise noch nie mit rassistischen Transparenten konfrontiert gewesen, sagt Last.

Würden aber Fans bei einem Heimspiel des FC St.Gallen ein rassistisches Plakat aufhängen, kommt laut Last der Drei-Stufen-Plan der Super League zum Einsatz. "Zunächst würde der Stadionspeaker die Besucher dazu aufrufen, das Banner zu entfernen. Kommen die Fans dieser Aufforderung nicht nach, wird das Spiel unterbrochen. Wenn auch das nicht hilft, kann der Schiedsrichter das Spiel abbrechen."

Balotelli: "Wir sind im Jahr 2018! Wacht auf!"

Dass es jetzt bei einem Länderspiel im Kybunpark zu einem solchen Vorfall gekommen ist, bedauert man beim FC St.Gallen. "Wir distanzieren uns klar von Rassismus, deshalb bieten wir auch Hand, obwohl wir nicht in der Rolle des Veranstalters sind", betont Last. Konkret bedeutet dies, dass man bei Bedarf Videomaterial zur Verfügung stellen würde.

Während die Fifa und der italienische Fussballverband vorerst keine Reaktion auf die Rassismus-Attacke zeigten, meldete sich Mario Balotelli auf Instagram zu Wort: "Wir sind im Jahr 2018, Jungs", schreibt der 27-Jährige dort: "Schluss damit! Wacht auf! Ich bitte euch."

Screenshot: Mario Balotelli/Instagram

Screenshot: Mario Balotelli/Instagram

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