Rassismus-Fall in NBA beschäftigt Barack Obama

BASKETBALL. Mitten im Playoff wird die nordamerikanische Profiliga NBA von einem Skandal erschüttert. Donald Sterling, der Besitzer der Los Angeles Clippers, soll gegenüber seiner Freundin rassistische Aussagen gemacht haben.

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BASKETBALL. Mitten im Playoff wird die nordamerikanische Profiliga NBA von einem Skandal erschüttert. Donald Sterling, der Besitzer der Los Angeles Clippers, soll gegenüber seiner Freundin rassistische Aussagen gemacht haben. Auf Audioaufnahmen soll Sterling zu hören sein, wie er zu seiner Freundin sagt, dass sie keine Dunkelhäutigen mit zu «seinen Spielen» bringen solle. «Es sorgt mich sehr, dass du zur Schau stellst, dass du dich mit schwarzen Menschen abgibst», ist zu hören. Die Clippers stellten die Authentizität der Aufnahme in Frage.

Barack Obama zeigte sich empört über die Aussagen. Diese seien «unglaublich rassistisch beleidigend», sagte der US-Präsident anlässlich seines Staatsbesuchs in Malaysia. Obama betonte, dass die NBA tief in der afroamerikanischen Kultur verwurzelt sei. Knapp drei Viertel der NBA-Spieler sind dunkler Hautfarbe.

Im November 2009 stimmte der 80jährige Milliardär Sterling einer Zahlung von 2,73 Millionen Dollar zu, da er sich geweigert hatte, Apartments an Latinos, Schwarze und Familien mit Kindern zu vermieten. (si)

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