Aufeinandertreffen der Eishockeyprofis im St.Galler Lerchenfeld: Rapperswil-Jona testet gegen Lugano – NHL-Stürmer Timo Meier erhält keine Freigabe für Engagement bei Ex-Verein Rappi

Am Samstagabend um 17 Uhr kommt es im Eissportzentrum Lerchenfeld in St.Gallen zum Testspiel zwischen den beiden NLA-Teams Rapperswil-Jona und Lugano. Sowohl die Ostschweizer als auch die Tessiner überzeugten bisher in der Vorbereitungsphase.

Tim Frei
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Rajan Sataric (in der Bildmitte im Testspiel gegen die ZSC Lions) kehrte auf die Saison 2020/2021 zu Rapperswil-Jona zurück.

Rajan Sataric (in der Bildmitte im Testspiel gegen die ZSC Lions) kehrte auf die Saison 2020/2021 zu Rapperswil-Jona zurück.

Bild: Andy Mueller / Freshfocus (Rapperswil, 13. August 2020)

Bereits im August 2019 trafen Rapperswil-Jona und Lugano im St. Galler Lerchenfeld aufeinander – mit besserem Ende für die Tessiner, die mit 3:2 siegten. «Knapp drei Wochen vor dem Saisonstart geht es für uns langsam darum, dass wir die Chemie in den Linien finden und das System implementieren», sagt Janick Steinmann, der Sportchef von Rapperswil-Jona.

Mit vier Erfolgen aus fünf Testspielen verlief die Vorbereitung für die Ostschweizer resultatmässig bisher erfolgreich. Zuletzt gewannen sie gegen Zug, Kloten und Ambri-Piotta dreimal in Serie. Doch auch Luganos Bilanz ist mit fünf Siegen aus sieben Partien positiv. Die Ausgangslage deutet also auf ein spannendes Spiel.

Gewinn trotz Coronapandemie für Rapperswil-Jona

Positive News konnte Rapperswil-Jona am Freitagmorgen vermelden: Trotz Coronapandemie erwirtschafteten die St. Galler 2019/2020 bei einem Ertrag von rund 11,445 Millionen Franken einen Gewinn von 10'457 Franken. Dies dank «grosser Budgettreue und Sparmassnahmen seitens der Geschäftsleitung», wie der Verein auf seiner Homepage bekanntgab.

Weil auch die NHL erst später in die neue Saison startet, beginnen einige Schweizer Spieler aus Nordamerika ihre Saison in der NLA oder der NLB. Auch für den Appenzeller NHL-Stürmer Timo Meier, der ein Jahr für Rapperswil-Jonas Nachwuchs gespielt hatte, war das ein Thema.

Timo Meier führte dieses Jahr erstmals ein eigenes Hockeycamp in seiner Heimat Herisau durch.

Timo Meier führte dieses Jahr erstmals ein eigenes Hockeycamp in seiner Heimat Herisau durch.


Bild: Eva Wenaweser (Herisau, 8. Juli 2020)

Rapperswil-Jonas Sportchef Steinmann stand in Kontakt mit dem Agenten des Herisauers. «Doch er teilte mir mit, dass Meier von seinem NHL-Verein San Jose keine Freigabe erhält.» Das überrascht nicht, zählt der 23-Jährige doch zu den besten Spielern der Kalifornier. Im Sommer 2019 hat Meier seinen Vertrag mit San Jose um vier Jahre verlängert, der ihm jährlich sechs Millionen Franken einbringt.

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