Rahel Michielin erleichtert

EISHOCKEY. Die Eishockey-WM der Frauen findet im April in Zürich und Winterthur statt. Mit dabei ist die Sonterswilerin Rahel Michielin. Die Selektion nicht geschafft hat Nadine Ehrbar (Ermatingen).

Ruedi Stettler
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Rahel Michielin (Bild: lh)

Rahel Michielin (Bild: lh)

Im sehr jungen Kader für die Weltmeisterschaft figurieren drei Torhüterinnen, sechs Verteidigerinnen und 12 Stürmerinnen. Das erste Gruppenspiel in Winterthur findet am 16. April gegen Olympiasieger Kanada statt. Die Schweiz (mit einem Durchschnittsalter von 21,5 Jahren) trägt alle ihre Partien in der Eulachstadt aus. Das letzte Vorbereitungs-Camp läuft vom morgigen 8. bis zum 14. April in Kreuzlingen. Headcoach René Kammer will während dieser Zeit aus dem mit den Ausland-Spielerinnen ergänzten Kader die optimale Mischung finden. «Und wir müssen die in den letzten Länderspielen gemachten Fehler genau analysieren», fügt der St. Galler an.

Warum fehlt Ehrbar?

Den Sprung unter die besten 21 der Schweiz nicht geschafft hat Nadine Ehrbar. Die Verteidigerin des freiwilligen Absteigers aus der höchsten Liga, Rapperswil, musste möglicherweise für die desolaten Vorstellungen ihres Vereins büssen. Gegen den späteren Schweizer Meister ZSC Lions verlor «Rappi» in der Vorrunde 0:21 und 0:17, in der Rückrunde 1:21 und 2:22. Kammer verneint das: «Ich darf nicht nur auf die Leistungen im Verein abstützen. Ich beurteile auch die Darbietungen im Nationalteam. Wir haben in diesem Winter immerhin 25 Tests absolviert. Am Schluss waren es taktische Hintergründe, die zum Ausscheiden von Nadine Ehrbar führten.» Der Headcoach attestiert der 22jährigen Ermatingerin gute Phasen, merkt aber auch an, dass es Spielerinnen gebe, die im Moment halt weiter sind als sie.

Am Schluss etwas Angst

Riesig war die Erleichterung bei Rahel Michielin, als ihr Kammer mitteilte, dass sie an der WM dabei ist: «Ich hatte am Schluss etwas Angst, ich könnte aus dem Kader kippen. Jetzt bin ich überglücklich, die Weltmeisterschaft praktisch vor der Haustüre absolvieren zu dürfen.» Was sprach für die Thurgauerin? Kammer muss nicht lange überlegen: «Sie ist polyvalent einsetzbar, in der Abwehr und im Angriff.» Die Sonterswilerin hat mit Reinach Meisterschafts-Bronze ergattert und ist mit ihrer Saison («Ich hatte auch Hochs und Tiefs.») eigentlich zufrieden. Daneben trug sie mit einer B-Lizenz auch einige Begegnungen mit den SCW Ladies in der zweithöchsten Klasse aus.

Längst gilt Michielins vollste Konzentration dem Titelkampf in Winterthur. Zuvor will sie sich im letzten Camp vor dieser WM den Trainern im besten Lichte präsentieren: «Natürlich hoffe ich, dass ich möglichst viel eingesetzt werde.» Erst nach diesem Championat will sich die 20-Jährige Gedanken über ihre Zukunft machen.

Nadine Ehrbar (Bild: lh)

Nadine Ehrbar (Bild: lh)

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