Maximilian Schachmann gewinnt Paris - Nizza

Maximilian Schachmann gewinnt die wegen des Coronavirus um eine Etappe verkürzte und von einem stark dezimierten Feld beendete 78. Rundfahrt Paris - Nizza.

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Maximilian Schachmann im gelben Trikot von Paris - Nizza

Maximilian Schachmann im gelben Trikot von Paris - Nizza

KEYSTONE/EPA/SEBASTIEN NOGIER

Der 28-jährige Berliner brachte eine Vorsprung von 18 Sekunden auf den Belgier Tiesj Benoot ins Ziel. Er führte die zur World Tour zählende Prüfung von der 1. bis zur 7. und letzten Etappe an und sicherte sich als fünfter Deutscher nach Rolf Wolfshohl (1968), Andreas Klöden (2000), Jörg Jaksche (2004) und Tony Martin (2011) den Gesamtsieg.

Stefan Küng belegte den 35. Platz in der letzten Etappe und den 29. Rang im Schlussklassement. Den grössten Teil des Rückstandes von knapp 27 Minuten handelte sich der WM-Dritte aus dem Thurgau in zwei Etappen ein. In einem Teilstück verlor er Zeit, weil er für den Franzosen Thibaut Pinot, den Fünften in der Gesamtwertung, Helferdienste leisten musste. Noch in der vorletzten Etappe vom Freitag war Küng in einer Fluchtgruppe einer der Animateure. Paris - Nizza diente Küng in erster Linie als Vorbereitung auf die Klassiker. Bis zur Flandern-Rundfahrt vom 5. April stehen keine World-Tour-Prüfungen mehr im Programm.

Den Tagessieg holte sich nach 166 Kilometern von Nizza zu der auf 1500 Metern gelegenen Station Valdeblore La Colmiane der Kolumbianer Nairo Quintana mit 46 Sekunden Vorsprung auf den Belgier Tiesj Benoot.

Bei der 78. Auflage der "Fahrt zur Sonne" hatten infolge des Coronavirus sieben Teams gefehlt, so auch Ineos mit dem kolumbianischen Vorjahresgewinner und Tour-de-France-Sieger Egan Bernal. Im Laufe der Rennens stiegen zwei weitere Teams aus. Die für Sonntag geplante Abschlussetappe wurde gestrichen.