Giro d'Italia

Längste Giro-Etappe nach Fahrerprotest stark verkürzt

Nach Fahrerprotesten wird die 19. und drittletzte Etappe des Giro d’Italia deutlich verkürzt gefahren.

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Nur wenige Minuten nach dem Start der 19. Giro-Etappe in Morbegno verschwanden die Fahrer wieder in ihren Teambussen

Nur wenige Minuten nach dem Start der 19. Giro-Etappe in Morbegno verschwanden die Fahrer wieder in ihren Teambussen

KEYSTONE/AP/Gian Mattia D'Alberto

Der Start wurde von Morbegno in die Nähe von Mailand nach Abbiategrasso verlegt. Bis ins Ziel nach Asti müssen die Fahrer nur noch 124,5 km statt wie vorgesehen 258 km zurücklegen.

Am Donnerstagabend hat der Rennveranstalter RCS bekanntgegeben, dass die längste Etappe der diesjährigen Italien-Rundfahrt aufgrund eines Brückeneinsturzes in Candia Lomellina um weitere 5 km verlängert würde, was sofort die Fahrer auf den Plan rief. Das Peloton stellte die Sinnhaftigkeit einer solch langen Etappe am Ende der dritten Giro-Woche in Frage. Angeführt von Lotto Soudal und AG2R La Mondiale wehrten sich die Teams - offenbar mit Erfolg.

Nach langen Diskussionen mit Giro-Direktor Mauro Vegni und den Kommissären der UCI starteten die Fahrer am Freitagvormittag zwar wie geplant in Morbegno zur Etappe, doch nach nur 8 km der Strecke stiegen sie bei Regen und tiefen Temperaturen wieder vom Rad und verschwanden in ihren Teambussen. Später meldeten die Organisatoren, dass das Teilstück wegen Schlechtwetters neutralisiert und der Neustart nach Abbiategrasso verlegt wurde.