Nach Horror-Sturz
Holländische Radfahrerin auf der Intensivstation, aber wohlauf – und «vor allem super enttäuscht»

Glück im Unglück: Die holländische Radrennfahrerin Annemiek van Vleuten hat sich bei ihrem Sturz im olympischen Strassenrennen in Rio de Janeiro drei Knochenabsplitterungen an der Lendenwirbelsäule und eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen.

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In Führung liegend, den Sieg vor Augen, stürzt Annemiek van Vleuten in der gefährlichen Abfahrt, die schon im Rennen der Männer einige Opfer forderte, auf den Kopf und blieb regungslos liegen.

Später gab Van Vleuten Entwarnung via Twitter. «Ich bin jetzt im Spital mit ein paar Verletzungen und Brüchen, aber alles wird gut», schrieb sie. «Nach dem besten Rennen meiner Karriere bin ich aber vor allem super enttäuscht.»

Der niederländische Radsportverband teilte in der Nacht auf Montag mit, van Vleuten habe sich bei ihrem Sturz drei Knochenabsplitterungen an der Lendenwirbelsäule und eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen. Die 33-Jährige sei bei Bewusstsein, könne sprechen und sei trotz ihrer Lage klar im Kopf.

Van Vleuten müsse noch 24 Stunden auf der Intensivstation bleiben. Ihre Landsfrau Anna van der Breggen, die das Rennen über 136,9 Kilometer gewann, sagte, sie sei «auch für Annemiek weitergefahren». Der 7. August scheint für Annemiek van Vleuten ein Unglückstag zu sein. Genau vor einem Jahr hatte sie einen Crash mit einem Auto und zog sich verschiedene Verletzungen zu. (pre/jwe)

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