Giro d'Italia

Froome gibt sich nicht geschlagen: Solo-Sieg am Monte Zoncolan

Chris Froome zeigte in der 14. Etappe des Giro d'Italia, dass trotz vielen schwierigen Momenten in den ersten zwei Wochen der Rundfahrt noch mit ihm zu rechnen ist. Der Brite jubelte nach der Tortur hinauf zum Monte Zoncolan solo vor dem souveränen Leader Simon Yates.

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Erster Saisonsieg: Chris Froome meldete sich am Giro d'Italia im Kampf um den Gesamtsieg zurück

Erster Saisonsieg: Chris Froome meldete sich am Giro d'Italia im Kampf um den Gesamtsieg zurück

KEYSTONE/EPA ANSA/DANIEL DAL ZENNARO

Es sei ein ganz besonderer Moment, diesen famosen und historischen Aufstieg zu gewinnen, befand Froome nach seinem ersten Saisonsieg, dem ersten auch überhaupt in einer Giro-Etappe.

Der vierfache Tour-de-France-Sieger hatte seit seinem heftigen Sturz beim Einfahren für das Auftakt-Zeitfahren in Jerusalem mehrmals Schwächen gezeigt und dabei fast dreieinhalb Minuten auf Leader Simon Yates eingebüsst.

Am Samstag führte der 32-jährige Brite die Entscheidung mit zwei Tempoverschärfungen gut 4 km vor dem Ziel herbei. Letztlich rettete er sich mit sechs Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Yates ins Ziel. Dritter wurde der Italiener Domenico Pozzovivo (0:23 zurück).

Yates verteidigte damit auf den 186 km von San Vito al Tagliamento hinauf ins Skigebiet am Monte Zoncolan die Maglia rosa souverän gegenüber Tom Dumoulin. Dieser klassierte sich nach den fünf Bergpreiswertungen und über 4300 absolvierten Steigungsmetern mit 37 Sekunden Rückstand auf Froome im 5. Rang.

Im Gesamtklassement beträgt der Rückstand des Vorjahressiegers aus den Niederlanden nun 1:24 Minuten. Eine Marge, die Dumoulin am Dienstag im gut 34 km langen Zeitfahren von Trient nach Rovereto wettmachen dürfte.

Froome: «Dieser Giro ist nicht vorbei»

Hinter Pozzovivo (1:37) und dem Franzosen Thibaut Pinot (1:46) rückte Froome um sieben Positionen auf den 5. Platz vor. Sein Rückstand auf Yates beträgt allerdings immer noch 3:10 Minuten.

Dennoch sagte der Tagessieger vom Samstag: "Dieser Giro ist noch nicht vorbei." Gewänne Froome diesen Giro doch noch, so hätte er die drei grossen Rundfahrten in Serie zu seinen Gunsten entschieden. Dem Briten droht allerdings seit September 2017, als ihm bei der Vuelta ein erhöhter Salbutamol-Wert nachgewiesen werden konnte, eine Doping-Sperre.

Am Sonntag folgt die 15. Etappe von Tolmezzo nach Sappada. Zu absolvieren sind auf diesen hügeligen 178 km in den Dolomiten vier Bergpreiswertungen, allerdings keine der obersten Kategorie.

Reichenbach Achter

Im finalen Aufstieg auf der (noch) schwierigeren Seite von Ovaro her, mit 10,1 km Länge und durchschnittlich 11,9 Prozent Steigung, hielt auch Sébastien Reichenbach sehr gut mit den Besten mit. Der Walliser klassierte sich mit 1:19 Minuten Rückstand als Achter und damit nur zwei Positionen hinter seinem Team-Leader Thibaut Pinot.