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RADSPORT: Im Bus auf Europa-Tournée

Claudio Imhof hat die Schweizer-Meister-Titel in der Verfolgung und als Steher gewonnen. Mit den drei Bahntagen in Aigle beginnt für den Thurgauer nun eine intensive Phase.
Urs Huwyler
Claudio Imhof aus Sommeri wird ab kommendem Sonntag während sieben Wochen von Rennen zu Rennen reisen. (Bild: Urs Huwyler)

Claudio Imhof aus Sommeri wird ab kommendem Sonntag während sieben Wochen von Rennen zu Rennen reisen. (Bild: Urs Huwyler)

RADSPORT. Nach dem schwachen Abschneiden des Bahnvierers (7.) an den Olympischen Spielen in Rio durfte sich der nicht selektionierte Claudio Imhof aus Sommeri zurücklehnen. Statt sich wochenlang mit Auflagen aller Art auf ein Rennen vorbereiten zu müssen, nützte der 26jährige gelernte Milchtechnologe die Chance für ein Aufbauprogramm nach dem mehrfach gebrochenen Schlüsselbein. «Im nachhinein muss ich froh sein, in Rio nicht dabei gewesen zu sein. Auch scheint sich die sechswöchige Verletzungspause positiv auszuwirken, weil sich der Körper über längere Zeit erholen konnte», betont Claudio Imhof.

Olympioniken deklassiert

An den nationalen Titelkämpfen in der Einzelverfolgung (4000 m) deklassierte der Nichtolympionike die Olympioniken geradezu. Neun Sekunden Vorsprung im Final kamen einem Klassenunterschied gleich. «Der Sieg war vor allem für das eigene Selbstvertrauen wichtig. Auch jener an der Steher-SM. Sportlich mag der Titel für viele keine besondere Bedeutung haben, aber ich konnte mich gegen die Spezialisten durchsetzen und ein hohes Tempo durchziehen.»

Im Rahmen der «3 Tage von Aigle» findet am Sonntag die SM im Madison statt. Danach geht die Bahnpost richtig ab. Erst folgt die EM-Vorbereitung in Grenchen, anschliessend die Titelkämpfe in Paris (19.–23.10.), von dort geht es zum Sechstagerennen nach London (25.–30.10.), weiter zu den Weltcups in Glasgow (4.–6.11.) und Apeldoorn (11.–13.11.) sowie zum Amsterdamer Sechstagerennen (6.–11.12.). Sieben Wochen wird der Allrounder unterwegs sein.

Tempobolzer zusammen mit Sprintrakete

An der neu ins Leben gerufenen Sechstage-Rennserie startet ein auserlesenes Feld. Die zwölf besten Duos der Gesamtwertung qualifizieren sich für den Final in der Palma Arena auf Mallorca (17. März). Tempobolzer Imhof ist auf Wunsch der Organisatoren mit Sprintrakete Tristan Marguet zusammen als Schweizer Paar gesetzt. «Es macht mehr Spass, mit einem fixen Partner zu starten, als immer wieder gewechselt zu werden.»

Imhof/Marguet werden in einem Bus von Ort zu Ort trampen, ihr Fahrzeug auf die Bahn verladen und sich als Radfahrende durchschlagen. «Der grosse Vorteil: Wir haben die Velos, das Material immer dabei, verstehen uns, wissen, dass wir erfolgreich sein können. Es ist eine spannende Erfahrung.» Was erstaunt: Claudio Imhof schaffte den Weg an die Spitze als Einzelkämpfer. Er gehört keiner Profi-Radsportgruppe an, sondern managt sich selbst. Er habe auch schon einige schlaflose Nächte erlebt, Rückschläge verdauen müssen. Imhof hat es auf einem «Zurück-zur-Normalität-Weg» geschafft. «Ich höre zuerst auf meinen Körper, mache das, ernähre mich mit dem, was ich für richtig halte. Auch in der Vorbereitung auf einen Titelkampf. Die Freude am Beruf ist wichtiger als ein gut dotierter Vertrag ohne jegliche Freiheiten.»

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