Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

RAD: Als wäre nichts geschehen

Die Andalusien-Rundfahrt gehört nicht zur World Tour, trotzdem ist sie im Fokus. Der Brite Chris Froome startet in Südspanien heute in die Saison – als ob es keinen positiven Dopingtest gegeben hätte.
Sandro Mühlebach (sda)
Chris Froomes Ruf ist nach dem Befund des vergangenen Jahres ziemlich ramponiert. (Bild: Cati Cladera/EPA (Mallorca, 14. Dezember 2017))

Chris Froomes Ruf ist nach dem Befund des vergangenen Jahres ziemlich ramponiert. (Bild: Cati Cladera/EPA (Mallorca, 14. Dezember 2017))

Sandro Mühlebach (SDA)

Seit Chris Froome Anfang September an der Vuelta positiv auf das Asthmamittel Salbutamol getestet worden ist, läuft das Verfahren gegen den vierfachen Gewinner der Tour de France. Während Froome weiterhin seine Unschuld beteuert und eine griffige Erklärung für den zu hohen Salbutamol-Wert sucht, vermisst die Radsportszene einen Entscheid der Dopingbehörden.

«Ich kann es nicht erwarten, in die Saison zu starten», twitterte Froome gestern in die Welt ­hinaus. Zahlreiche Exponenten wünschten indes, dass Froome den Rennstrecken bis zu einem Urteil fernbleibt. So auch der neue UCI-Präsident David Lappartient. «Es liegt aber nicht an mir, in diesem Fall zu intervenieren. Es wäre unabhängig vom Ausgang des Verfahrens für alle Parteien jedoch einfacher, wenn das Team Massnahmen ergreifen würde», sagte der Franzose in einem Interview mit der Zeitung «Le Télégramme» bereits im Januar. Seit das Team Sky angekündigt hat, dass Froome in Andalusien startet, werden die Voten deutlicher, was für die eher verschwiegene Radsportszene ungewöhnlich ist. Die Glaubwürdigkeit nicht nur von Froome, sondern des gesamten Radsports, stehe auf dem Spiel. Jonathan Vaughters, der Chef des Teams Cannondale-Drapac, appellierte etwa an Froomes Ehre. «Es ist durchaus möglich, dass Froome unschuldig ist. Aber es wäre ehrenhaft, sich zu verabschieden, bis der Fall gelöst ist.»

Auch Nibali fordert Startverzicht

Auch Vincenzo Nibali, der an der Vuelta 2017 hinter dem Briten Zweiter geworden war, forderte Froome zu einem Startverzicht auf. Romain Bardet bezeichnete es als «lächerlich», dass sich der Fall derart lange hinziehe. «Wir sind die Zielscheibe des Gespötts», sagte der Franzose, der im Sommer Dritter an der Tour de France geworden ist. Der Fall Froome war erst im Dezember bekannt geworden. Die UCI und das Team Sky informierten nur wenige Stunden, bevor französische und britische Zeitungen die positive Dopingprobe enthüllten. Weil die Einnahme von Salbutamol zu einer gewissen Dosis erlaubt ist, darf sich der Sünder gemäss den Reglementen erklären.Froome war mit einem Wert erwischt worden, der mehr als das Doppelte über dem Erlaubten lag. In vergleichbaren Fällen ­waren in der Vergangenheit die Italiener Alessandro Petacchi für zwölf und Diego Ulissi für neun Monate gesperrt worden. Das Verfahren hatte in beiden Fällen deutlich weniger lang gedauert.

Froome peilt in diesem Jahr als Erstes den Gesamtsieg am Giro d’Italia im Mai an, bevor er dann an der Tour de France starten will. Zu seinem Start in Andalusien und dem Dopingfall sagte der 32-jährige Brite selbst: «Ich verstehe natürlich, dass der Fall für Unsicherheit sorgt. Ich bin aber optimistisch, dass wir den Dingen auf den Grund gehen können.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.