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Rabea Grand wählt den Weg von Sonja Nef

Nach dem Slalom-Debakel in der vergangenen Olympiasaison zieht die Walliserin Rabea Grand die Konsequenzen und bildet wie einst Sonja Nef mit dem Toggenburger Trainer Hansueli Bösch ein Privatteam. Die 26jährige Grand wird sich in Qualifikationen aufdrängen müssen.
Urs Huwyler
Rabea Grand (Bild: Ralph Ribi)

Rabea Grand (Bild: Ralph Ribi)

Ski alpin. Vor einem Jahr wurde Frauen-Europacup-Trainer Reto Nydegger durch die Sporthilfe als Nachwuchstrainer des Jahres 2008 ausgezeichnet. Swiss Ski mit dem Chef Spitzensport Dierk Beisel und dem Cheftrainer Hugues Ansermoz übertrug ihm schliesslich zehn Monate vor den Olympischen Spielen die Aufgabe, anstelle des Toggenburgers Hansueli Bösch das Slalom-Team näher an die Weltspitze heranzubringen. Das Unterfangen endete im Debakel. Keine Fahrerin konnte sich für Vancouver qualifizieren.

Im kommenden Winter arbeitet der bisherige Cheftrainer Ansermoz für Kanada, und Nydegger wurde zum Europacup-Team bei den Männern befördert. Die Schweizer Technikerinnen werden neu vom Franzosen Lionel Finance trainiert. Beisel ist überzeugt, mit dem früheren Weltcup-Fahrer den Richtigen für die Weiterentwicklung der Fahrerinnen gefunden zu haben.

Wegweisende Saison

Teamleaderin Rabea Grand zieht nach der enttäuschenden Saison – sie fiel in ihrer Spezialdisziplin Slalom auf der FIS-Liste zurück – die Konsequenzen. Die 26jährige Walliserin, Europacup-Siegerin in der Abfahrt, bildet künftig auf eigenen Wunsch mit Bösch ein Privatteam. Sie möchte wieder mit jenem Trainer zusammenarbeiten, unter dem sie die besten Resultate erzielt hatte.

Und damit die Basis schaffen, um Ende der Saison 2010/11 entscheiden zu können, ob sie mit dem entsprechenden Umfeld für sich eine Zukunft im Rennsport sieht.

Der neue Frauen-Cheftrainer Mauro Pini kennt als früherer Coach von Lara Gut das System «Team im Team». «Der Weg zum Erfolg kann verschieden sein. Entscheidend sind die Resultate», hatte der Trainer als Mitglied des Teams Gut betont. Der damalige Direktor Hansruedi Laich, Ansermoz und Beisel hatten gleich argumentiert.

Die vergangene Saison verletzt gewesene Gut beschreitet wie Grand oder Langläufer Dario Cologna ebenfalls einen eigenen Weg. «Die Zukunft eines Verbandes», sagte Laich weiter, «liegt zwar nicht in Privatteams, aber wenn es sie gibt, sollten wir sie nach Möglichkeit unterstützen oder zumindest nicht behindern.» Der frühere OSSV-Trainer Bösch führte Riesenslalom-Weltmeisterin und Olympia-Medaillengewinnerin Sonja Nef an die Spitze.

In Qualifikationen aufdrängen

Grand wird sich in den Qualifikationen gegen die mit dem Team trainierenden Fahrerinnen für den Riesenslalom in Sölden oder den ersten Slalom aufdrängen müssen. «Wenn ich das nicht schaffe, gehöre ich kaum in den Weltcup», so ihre Devise. Weil in Levi sechs Slalom-Startplätze zur Verfügung stehen, sowohl Jessica Pünchera als auch Aita Camastral ausgemustert wurden, anderen wie Celina Hangl oder Sandra Gini nach Verletzungen ein Neustart bevorsteht, dürfte kein Überangebot bestehen.

Denkbar, dass weitere auf eigenes Risiko trainierende Nichtkaderleute durch die direkten Vergleiche mit Denise Feierabend oder Aline Bonjour auf eine Chance hoffen. Ähnlich wie Grand, die dem A-Kader angehört, wird sich auch die ins Nationalteam aufgestiegene Marianne Abderhalden aus Krinau nicht mehr nur auf den Slalom konzentrieren, sondern als Dritte der Weltcup-Abfahrt von Crans Montana zur Speed-Gruppe wechseln. Abderhalden und Grand dürften zu Hoffnungsträgerinnen in der Superkombination werden.

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