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Aufatmen mit Petkovic, Reisen mit Lichtsteiner – das sind die Erkenntnisse nach dem 2:0-Sieg über Irland

Die Pflicht ist erfüllt. Doch was bedeutet der Erfolg über Irland für die nahe Zukunft des Schweizer Nationalteams? Drei Gedanken auf dem Weg zur EM-Qualifikation.
Céline Feller
Ebnete mit seinem Treffer zum 1:0 den Weg für die plötzlich gute Ausgangslage der Schweizer Nati in der EM-Qualifikation: Haris Seferovic. (Bild: Keystone)

Ebnete mit seinem Treffer zum 1:0 den Weg für die plötzlich gute Ausgangslage der Schweizer Nati in der EM-Qualifikation: Haris Seferovic. (Bild: Keystone)

1. Die Schweiz muss nicht auf Schützenhilfe hoffen

Eine EM im nächsten Sommer ohne die Schweiz? Keine schöne Vorstellung. Und darum tut die Gewissheit gut: Vier Punkte in den letzten beiden Qualifikationsspielen im November gegen Georgien und Gibraltar reichen, um an die EM zu fahren.

Besonders wertvoll ist das späte 2:0 der Schweizer gegen Irland in der 93. Minute. Es hat zur Folge, dass die Schweizer im Falle einer Punktgleichheit mit Dänemark und Irland in jeder Konstellation mindestens den zweiten Gruppenrang belegen würde.

Trotzdem bleibt klar: Der Anspruch der Schweiz ist es, sich mit zwei Siegen stilvoll für die EM zu qualifizieren.

2. Petkovics kurzfristige Zukunft ist gesichert

Es wäre eng geworden für Nationaltrainer Vladimir Petkovic bei einer erneuten Enttäuschung gegen Irland. Doch nun, nach dem 2:0 unter schwierigen Bedingungen auf einem miserablen Rasen kann Petkovic aber erst einmal aufatmen. Die Rufe nach einem sofortigen Trainerwechsel sind verstummt. Was noch nichts bedeuten muss im Hinblick auf die Zeit nach der EM 2020.

Fakt ist: Die Schweiz hat insbesondere in der ersten Halbzeit eine ansprechende Leistung geboten und auf dem Platz gezeigt, dass man die Lehren aus den letzten Spielen gezogen hat. Denn obwohl die Iren in der zweiten Halbzeit immer mehr aufkamen und Ricardo Rodríguez mittels Penalty die Vorentscheidung verpasste, hielt die Schweiz dagegen und stoppte die Serie der späten Gegentore.

Wie gross Petkovics Anteil daran ist, bleibt schwer zu beziffern. Fakt ist: Die Nomination derselben Startformation wie in Dänemark war ein Signal des Vertrauens an seine Spieler. Er ist damit belohnt worden.

3. Der Captain kann noch immer eine Hilfe sein

Wie gut ist er wirklich noch? Und kann Stephan Lichtsteiner dieser Nati tatsächlich noch helfen? Nicht nur mit seiner Persönlichkeit neben, sondern auch mit seiner Leistung auf dem Platz? Diese und noch mehr Fragen rund um die Person des Schweizer Nati-Captains schwirren seit Monaten umher. Hätte man das 3:0 gegen Dänemark im Hinspiel nicht aus der Hand gegeben, wenn er als Leader auf dem Platz gestanden hätte? Oder wäre ihm ein folgenschwerer Fehler wie jener von Kevin Mbabu in Irland auch passiert?

Die letzten Fragen sind hypothetisch. Auf die ersten hat der Captain aber eine eindeutige Antwort gegeben: Ja, dieser Stephan Lichtsteiner kann auch mit 35 Jahren diesem Team auf dem Feld noch helfen. Im Vergleich zu Ricardo Rodríguez im linken Couloir zeigte Lichtsteiner auf der rechten Seite eine ansprechende Partie. Er hatte viel Zug nach vorne, peitsche damit auch die Teamkollegen in die dritte Zone und stand mit seinem Einwurf am Ursprung des ersten Schweizer Tores. Dass er nach einer knappen halben Stunde selber gar fast noch ein Tor erzielte, ist eine schöne Randnotiz, aber es wäre vielleicht auch etwas zu viel des Guten gewesen.

Wie wichtig er noch immer sein kann, wurde aber einmal mehr dann deutlich, als er (entkräftet) ausgewechselt wurde. Die Mannschaft wirkte danach für einen kurzen Moment verunsichert. Denn Lichtsteiner hat eben noch immer eine Leader-Aura, wie sie nur wenige Schweizer ausstrahlen und vor allem auf die Mitspieler übertragen können. Bedeutet im Hinblick auf die EM: Es wäre eine fataler Fehler, ihn zu Hause zu lassen.

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