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Kommentar

Pyros von GC-Supportern in Sion: So darf es nicht weitergehen

Das Spiel zwischen Sion und den Grasshoppers muss am Samstagabend abgebrochen werden, weil Zürcher Fans Pyros aufs Feld werfen. Mit Hilfe von Kameras, auch ausserhalb der Stadien, sollen die Täter ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden.
Markus Brütsch

Markus Brütsch

Sie verbreiten Angst und Schrecken, sorgen dafür, dass Familien den Besuch meiden, sie zerstören Extrazüge, Stadioneinrichtungen – und den Fussball. Sie, das ist eine kleine Gruppe von kriminellen Personen, die mit Fussball nichts am Hut haben, dafür mit Randale und Vandalismus. Die Geschehnisse im Tourbillon sind nicht nur ein schwarzer Abend für den Schweizer Fussball, sondern genauso für die Gesellschaft. Sie muss alle paar Jahre zur Kenntnis nehmen, dass es der Politik, den Behörden, dem Verband und den Vereinen nicht gelingt, das Stadion zu einer sicheren Zone zu machen.

In anderen Ländern werden Eingangskontrollen penibel durchgeführt, und es bilden sich lange Menschenschlangen. Wollen wir das? Nein, weil damit viel zu viele ehrliche Fussballfans bestraft würden für Schandtaten, welche die Chaoten verursachen. Das heisst nicht, dass es so weitergehen darf. Es gibt im Zeitalter von ausgefeilter elektronischer Technik durchaus die Möglichkeit, etwas zu verändern. Vor vier Jahren hat die Swiss Football League das Projekt «Focus One» vorgestellt. Mit Hilfe von Kameras, auch ausserhalb der Stadien, sollen die Täter ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden. Gefruchtet hat die Idee aber nicht, weil die Behörden den Steilpass nicht aufnahmen und sich oft hinter gesetzlichen Rahmenbedingungen – Stichwort Datenschutz – verstecken.

Und: Wenn Übeltäter trotzdem mal eruiert und gefasst werden, dann können sie sogar noch hoffen, glimpflich davon zu ­kommen. Das ist ein Missstand, aber es fehlt bei sämt­lichen Akteuren der Wille, etwas zu verändern.

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