PUNKTGEWINN: Wiler Serie hält selbst in Genf

Der FC Wil lässt sich auch von Aufstiegsaspirant Servette nicht in die Knie zwingen. Das 1:1 ist verdient.

Simon Dudle, Genf
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Ostern ist Geschichte, und Wil ist im Jahr 2018 noch immer unbesiegt. Wer in der Winterpause prognostiziert hätte, dass die Ostschweizer – damals Tabellenletzter – in den ersten sieben Spielen der Rückrunde keine Niederlage kassieren würden, wäre belächelt worden. Auch nach dem Gastauftritt beim Tabellenzweiten Servette ist diese mittlerweile stolze Serie aber aufrecht – und dies verdientermassen. Zwar blieben die Wiler auch im dritten Spiel dieser Saison gegen die Genfer sieglos, verliessen das Stade de Genève aber als moralischer Sieger.

Während Servettes Rückstand auf den Tabellenersten Xamax auf 15 Zähler angewachsen ist und somit wohl die letzten Aufstiegsträume begraben werden mussten, bestätigten die Wiler ihre starke Form mit einem erneut disziplinierten und kämpferisch einwandfreien Auftritt.

Stillharts erstes Tor seit August 2015

Trotzdem gerieten die Gäste Mitte erster Halbzeit in Rückstand. Zwar kümmerten sich drei Wiler um Kastriot Imeri. Als dieser den Ball aber zu Stürmer Willie weiterleitete, stand dieser völlig frei und erzielte unbedrängt seinen achten Saisontreffer.

Obwohl in diesem Spiel die beste Defensive der Liga (Servette) auf die harmloseste Offensive (Wil) traf, war dieser eine Treffer keine Vorentscheidung. Denn Wils Verteidiger Basil Stillhart fand nach gut einer halben Stunde an der Strafraumgrenze erstaunlich viele Freiheiten vor und nutzte diese zum Ausgleichstreffer. Es war Stillharts erster Treffer nach über zweieinhalb Jahren. Von seinen neun Challenge-League-Toren für Wil hat er drei gegen Servette erzielt. «Die Genfer liegen mir», sagte Stillhart. Zum Unentschieden ergänzte er: «Das ist ein guter Punkt. Wenn wir die Konter aber besser ausspielen, wäre ein noch besseres Resultat möglich gewesen.»

Simon Dudle, Genf