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PUNKTETEILUNG: Keiner will gewinnen

Im sechsten NLA-Handballderby in dieser Saison trennen sich Fortitudo Gossau und St. Otmar zum dritten Mal unentschieden. Beide Teams lassen beim 27:27 viele gute Chancen aus.
Daniel Good
Benjamin Geisser (rechts) in seinem letzten Saisonspiel gegen den Gossauer Goalie Aurel Bringolf. Der Kreisläufer erzielt im Derby vier Tore. (Bild: Ralph Ribi)

Benjamin Geisser (rechts) in seinem letzten Saisonspiel gegen den Gossauer Goalie Aurel Bringolf. Der Kreisläufer erzielt im Derby vier Tore. (Bild: Ralph Ribi)

Daniel Good

Es war ein guter Aufgalopp für das NLA-Playoff, das diese Woche beginnt. Das Ostschweizer Derby ist immer umstritten, auch wenn es – wie gestern in Gossau – nur noch um die Ehre ging. St. Otmar zeigte zunächst, weshalb es Leader in der Abstiegsrunde ist. Die Stadtsanktgaller lagen 3:0 und 11:5 im Vorsprung, mussten am Ende aber froh sein, dass es beim 27:27 blieb.

«Wir traten vielleicht etwas zu früh auf die Bremse. Wir probierten auch die eine oder andere Variante im Hinblick auf das Playoff aus», sagte St. Otmars Kreisläufer und Nationalspieler Benjamin Geisser. «Über die ganze Partie betrachtet, haben wir einen Punkt verloren. Aber wenn ich nur die Schlussphase anschaue, müssen wir mit dem Unentschieden zufrieden sein.» Gegen Ende des Spiels leisteten sich die Schiedsrichter auch einige unglückliche Entscheide gegen St. Otmar. «Aber es lag nicht an den Schiedsrichtern, dass wir nicht gewonnen haben», so Geisser weiter.

Hüftoperation statt Playoff

Seit Anfang Jahr hat der 27-jährige Geisser Schmerzen. Es wurde immer schlimmer. «Ohne Mittel gegen die Schmerzen hätte ich nicht mehr spielen können», sagt er. Deshalb unterzieht sich der St. Galler am Mittwoch einer Hüftoperation. Geisser bestritt gestern seine letzte Partie in dieser Saison.

«Ich hätte so gerne im Playoff mitgespielt, aber es geht nicht anders.» St. Otmar trifft in den Playoff-Viertelfinals auf Pfadi Winterthur. Die erste Partie in der Best-of-five-Serie findet am Freitagabend in Winterthur statt. Die St. Galler sind im Vergleich mit dem Cupsieger Aussenseiter. «Aber ich denke, wir werden stärker. Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist immer besser geworden. Wenn wir in der Deckungsarbeit noch einen Zacken zulegen, sind wir nicht chancenlos», sagt Geisser, der früher Topskorer Fortitudos war.

Die Gossauer lagen in der gestrigen Partie nie in Führung, dafür häufig im Rückstand. Aber fast hätten sie noch gewonnen. In der Schlussphase konnten sie wegen Strafen gegen St. Otmar während mehr als einer Minute mit sechs gegen vier Feldspieler auflaufen. Die Gossauer schafften es aber nicht, mit dem numerischen Vorteil eine entscheidende Differenz zu bewerkstelligen. «Wir haben in dieser Situation Charakter bewiesen. Auch dies stimmt mich zuversichtlich für das Playoff», sagt Geisser.

Beste Torschützen im sechsten Saisonderby waren für St. Otmar der Tscheche Ondrej Zdrahala mit zehn erfolgreichen Versuchen und der junge Jannic Störchli, der für Fortitudo achtmal traf. Der 21-Jährige ist eine Leihgabe aus Schaffhausen.

Im Playoff gegen den Saisondominator

Gossau trifft im Playoff auf Wacker Thun, die beste Mannschaft in dieser Saison. Die Thuner fertigten gestern daheim den Serienmeister Kadetten Schaffhausen mit 37:28 ab und gewannen die Finalrunde überlegen. Die erste Playoff-Partie zwischen Wacker und Fortitudo findet schon am Mittwoch statt, denn die Thuner sind am kommenden Wochen­ende wieder im Europacup engagiert. Einer der wenigen Gossauer, die schon im Playoff spielten, ist Andreas Wild. «Natürlich sind wir krasser Aussenseiter, aber im Playoff ist viel möglich», sagt er.

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