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PROGNOSEN: Ein Blick in die Kristallkugel

In der Eishockey-NLA beginnt morgen die heisseste Phase der Saison. Der grosse Favorit im Playoff ist Titelverteidiger Bern. In die Rolle des Aussenseiters schlüpft das Überraschungsteam aus Biel.
Sergio Dudli
Martin Plüss stemmt den Meisterpokal in die Höhe – mittlerweile hat er seine Karriere beendet. (Bild: KEY)

Martin Plüss stemmt den Meisterpokal in die Höhe – mittlerweile hat er seine Karriere beendet. (Bild: KEY)

Sergio Dudli

Es ist wieder jene Zeit im Jahr, wenn die Bärte unter den Helmen hervorspriessen, die Anzahl Zahnlücken massiv ansteigt und die Gangart auf dem Eis ruppiger wird. Das Playoff in der höchsten Schweizer Eishockeyliga startet morgen mit den Begegnungen Bern gegen ­Servette, Zug gegen die ZSC Lions, Biel gegen Davos und Lugano gegen ­Fribourg. Nach sechs Monaten harter Arbeit und 50 Spielen in der Qualifikation wird sich nun innerhalb weniger Wochen entscheiden, wer sich mit dem Titel des Schweizer Meisters schmücken darf.

Die Probleme neben dem Eis

Als Favorit gilt der SC Bern, der in den vergangenen beiden Spielzeiten am Ende den Pokal in die Höhe stemmte. Ein Blick in die Zahlen unterstützt den Eindruck, dass der Titel über Bern führt: Das Team des finnischen Trainers Kari Jalonen verfügte in der Qualifikation über die beste Offensive und die stärkste Abwehr. Dazu steht mit Leonardo ­Genoni der statistisch erfolgreichste Torhüter zwischen den Pfosten. In der ersten Runde trifft der Titelverteidiger auf Servette. Die Genfer haben unruhige Monate hinter sich: Aufgrund finanzieller Probleme herrschte ein grosser ­Unruheherd, der die Spieler lange zu hemmen schien. Erst auf den letzten Drücker schaffte Servette den Sprung in das Playoff. Durch den Rücktritt des ­zuletzt umstrittenen Präsidenten Hugh Quennec im Januar sollte es für die Genfer nun möglich sein, sich wieder zu 100 Prozent auf den Sport zu konzentrieren. Die grösste Überraschung der Saison ist die Mannschaft des EHC Biel. Mit wenig Kredit in die Saison gestartet, entwickelten sich die Bieler still und heimlich zum Spitzenteam. Angeführt wird das Team von Goalie Jonas Hiller, der seine Karriere einst in Herisau lancierte. Nach einem schwierigen Start steigerte sich der Appenzeller stetig und machte in den knappen Partien oft den Unterschied aus. Im Playoff-Viertelfinal trifft Hiller auf seine alte Liebe, den HC Davos. Mit den Bündnern feierte der 36-Jährige drei Meistertitel, ehe es ihn nach Nordamerika in die NHL zog. Die Bündner wiederum verfügen über eine junge Mannschaft, die an ihrer Aufgabe wachsen muss, um den Schritt in die nächste Runde zu machen.

Grosses Fragezeichen bei den ZSC Lions

Hinter den Bernern festigten die Zuger ihre Stellung als Nummer zwei im Land. Die letztjährige Finalniederlage gegen Bern steckten die Innerschweizer weg. Es scheint, als wäre der Hunger geweckt worden, den zweiten Meistertitel nach 1998 zu holen. Dafür muss in der ersten Runde ein Sieg gegen die ZSC Lions her. Die Zürcher wissen nach einigen Aufs und vielen Abs in der Qualifikation wohl selber nicht ganz, wo sie stehen. Drei von vier Saisonspielen gegen die Zürcher ­gewann Zug.

Der HC Lugano schoss sich mit einem 5:0 am letzten Spieltag gegen ­Davos für das Playoff warm. Allerdings fehlen bei den Tessinern just in der wichtigsten Saisonphase mehrere Leistungsträger verletzungsbedingt. Nutzniesser davon ist Fribourg. Der Vergleich zwischen dem Vierten und dem Fünften der Qualifikation dürfte der ausgeglichenste im Playoff-Viertelfinal sein.

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