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PRO UND CONTRA: Geliebte, gehasste Bayern!

Der FC Bayern München spaltet die Fussballfans in zwei Lager. Am Dienstagabend droht den Deutschen in der Champions League das vorzeitige Aus im Viertelfinal. Die Wogen vor dem grossen Spiel gehen hoch - auch auf der Redaktion von "Tagblatt online". Eine Kontroverse.
Maria Kobler-Wyer. (Bild: Ralph Ribi)

Maria Kobler-Wyer. (Bild: Ralph Ribi)

Gegen Ronaldo nützt der Bayern-Dusel nichts


(Maria Kobler-Wyer)

In den letzten drei Jahren ist Bayern München dreimal an einer spanischen Mannschaft gescheitert in der Champions League. Und auch dieses Mal wird es so sein: Die Deutschen können die 1:2-Heimpleite aus dem Hinspiel nicht mehr wettmachen und werden im Bernabeu gegen Real Madrid erneut verlieren. Und das ist auch gut so. Schon zu oft haben die selbstbewussten Münchner mit Toren kurz vor Schluss oder gar in der Nachspielzeit noch ein Spiel zu ihren Gunsten entschieden. Mit dem berühmten Bayern-Dusel wird es dieses Mal aber nichts.

Maria Kobler-Wyer. (Bild: Ralph Ribi)

Maria Kobler-Wyer. (Bild: Ralph Ribi)

Der grösste Trumpf der Königlichen ist nämlich kein Geringerer als Cristiano Ronaldo, der auch schon mal als König bezeichnet wird. Der portugiesische Europameister traf vor einer Woche bereits doppelt und hat als erster Fussballer 100 Tore in europäischen Wettbewerben erzielt. Auch im Rückspiel wird er mindestens zwei Tore zum Sieg der Spanier beisteuern und die Partie vorzeitig entscheiden, damit sich die arroganten Münchner am Ende nicht noch in der letzten Spielminute mit einem Treffer in den Halbfinal duseln können.


Lewandowski schiesst grössenwahnsinniges Real ab


(Daniel Walt)

"Mia san mia": Nein, Bescheidenheit ist keine Zier des FC Bayern München. Das Vereinsmotto drückt das Selbstverständnis des Clubs aus. Die Botschaft: Egal, was kommt: Wir sind die Bayern. Genau aufgrund dieser Haltung ist der Rekordmeister von der Säbener Strasse bei vielen Fussballfans verhasst wie die Pest. Grosskotzig seien Spieler wie Vereinsverantwortliche, sagen die Kritiker. Und übersehen dabei grosszügig, dass sich der Club seine Erfolge über Jahrzehnte hart erarbeitet hat. Klar haben die Bayern Geld und können sich teure Spieler leisten. Verhältnisblödsinn ist aber Sache der Münchner nicht. Beispielsweise würden sie nie für einen Star 100 Millionen Euro Ablöse zahlen, wie das Real Madrid beispielsweise mit Gareth Bale gemacht hat. Und genau wegen ihres vernünftigen Geschäftsgebarens mussten die Münchner - anders als der heutige Gegner im Champions-League-Viertelfinal - auch nicht aus finanziellen Gründen ihr Trainingsgelände verkaufen.

Daniel Walt (Bild: Ralph Ribi)

Daniel Walt (Bild: Ralph Ribi)

Grössenwahnsinnige Bayern? Grössenwahnsinniges Real! Alleine schon deshalb müssen Fussballfans am Dienstagabend mit den Bayern mitfiebern. Gut daran tun zudem jene, die auf der Seite des Siegers stehen wollen. Zum einen rächt sich Bayern-Trainer Carlo Ancelotti nämlich für seinen Rauswurf bei Real im Sommer 2015 und coacht sein Gegenüber Zinédine Zidane gnadenlos aus. Zum anderen läuft Goalgetter Robert Lewandowski zu Hochform auf und trifft doppelt. Den Rest richtet der angebliche Bayern-Dusel, der wenig mit Glück, aber viel mehr mit unbändigem Siegeswillen zu tun hat: Real – Bayern 1:3, heisst es nach einem Abstauber von Thomas Müller in der Nachspielzeit. Vor allem aber dies: Mia san mia!

Real oder Bayern? Am Dienstagabend entscheidet sich, wer in den Halbfinal der Champions League einzieht. (Bild: Keystone)

Real oder Bayern? Am Dienstagabend entscheidet sich, wer in den Halbfinal der Champions League einzieht. (Bild: Keystone)

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