PREMIERE: Prestigeerfolg für die Schweizerinnen

Das Frauen-Nationalteam gewinnt den Final des Cyprus Cup gegen Südkorea 1:0. Für die Schweizerinnen ist es der erste internationale Turniersieg.

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Erzielt das entscheidende Tor: Lara Dickenmann. (Bild: Alessandro Della Valle/KEY)

Erzielt das entscheidende Tor: Lara Dickenmann. (Bild: Alessandro Della Valle/KEY)

Lara Dickenmann erzielte in Larnaca das Tor des Tages in der Begegnung mit den in der Weltrangliste unmittelbar hinter den Schweizerinnen auf Rang 18 liegenden Südkoreanerinnen. Eine Freistossflanke der 31-jährigen Mittelfeldspielerin des VfL Wolfsburg in der 57. Minute fand, ohne abgelenkt zu werden, den Weg ins Tor. Für Dickenmann war es im 118. Länderspiel der 45. Treffer. Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg sprach von einer «sehr reifen Leistung» ihres Teams, das in der ersten Halbzeit bei einem Lattenschuss der Asiatinnen Glück bekundet hatte. «Wir haben nicht nur mit-, sondern dagegengehalten und das Spiel mehr oder weniger kontrolliert», so die Deutsche. Am Ende seien sie für ihre Disziplin und Einstellung belohnt worden. «Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team.»

Drei Siege ohne Gegentor

Die Schweizerinnen schlossen das gut besetzte Turnier perfekt ab und feierten ihren ersten Turniersieg auf internationaler Bühne. Nach dem 2:2 zum Auftakt gegen Belgien liessen sie gegen Nordkorea, die Nummer zehn der Welt, EM-Teilnehmer Italien und Südkorea drei Siege ohne Gegentor folgen. Voss-Tecklenburg setzte im Verlauf des Turniers sämtliche 24 aufgebotenen Spielerinnen ein. Jana Brunner, Seraina Friedli, Naomi Mégroz und Géraldine Reuteler feierten ihr Début im A-Nationalteam. Pech bekundete Mégroz, die sich im Startspiel gegen Belgien am Knie verletzte und längere Zeit ausfallen wird.

Das nächste Testspiel bestreitet die Schweiz am 10. April in Norwegen, im Juni kommt es im letzten Testspiel vor der EM in Biel aller Voraussicht nach zur Begegnung mit England. Die EM findet vom 16. Juli bis 6. August in den Niederlanden statt. Die Schweizer Gegnerinnen in der Vorrunde sind Österreich, Island und Frankreich. (sda)