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Premiere mit vier St.Gallerinnen: Zum ersten Mal bestreitet ein Schweizer Frauenteam eine Endrunde auf höchster Stufe

Am Donnerstag beginnt in Slowenien die U19-EM. Mit Schweizer Beteiligung.

Daniel Good
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Das EM-Trio des LC Brühl: Tabea Schmid, Katarina Simova und Malin Altherr (von links).

Das EM-Trio des LC Brühl: Tabea Schmid, Katarina Simova und Malin Altherr (von links).

Bild: Ralph Ribi

Es ist «nur» die U19-EM. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Die Chancen stehen gut. Das aktuelle A-Nationalteam der Frauen hat vor ein paar Wochen die erstmalige Qualifikation für die WM der Elite auf jeden Fall nur knapp verpasst. Das will die heutige U19-Generation dereinst nachholen. Ab heute bestreiten die jungen Schweizerinnen die U19-EM in Slowenien. Es ist ein Härtetest. Schon am Donnerstag treffen sie auf Deutschland.

Sieg in der Vorbereitung gegen Russland

Aber das Schweizer Team ist gerüstet. In einem Vorbereitungsspiel bezwang es sogar Russland. Zehn Treffer erzielte Malin Altherr aus Muolen. Die Linkshänderin, die im Februar 18-jährig wurde, ist eine von vier Spielerinnen des Rekordmeisters LC Brühl, die am Turnier in Slowenien teilnehmen. Zur Schweizer Equipe gehören auch Tabea Schmid, Katarina Simova und Laurentia Wolff, die von GC Amicitia Zürich in die Ostschweiz zu Brühl wechselt.

Die WM-Teilnahme fiel der Pandemie zum Opfer

Altherr und Schmid kamen auch schon im A-Nationalteam zum Einsatz. Altherr bereits als 15-Jährige und als dreifache Torschützin beim Début. Die aus Mörschwil stammende Schmid wurde vergangene Woche zur besten Nachwuchsspielerin der höchsten Schweizer Frauenliga gewählt. Sie erhielt die Auszeichnung als Newcomerin der Saison 2020/21.

Die Schweizerinnen wären auch für die U18-WM im Sommer 2020 qualifiziert gewesen, aber jenes Turnier fiel der Coronapandemie zum Opfer.

Mit dem Bus nach Slowenien

Weitere Gruppengegner an der EM 2021 sind am Freitag Dänemark und am Sonntag Slowenien. Insgesamt nehmen 16 Teams teil. Das Turnier dauert bis am 18. Juli. Die beiden Gruppenersten kommen weiter. Damit können die Schweizerinnen nicht rechnen. Sie werden wohl um die Plätze 9 bis 16 spielen.

Das Team, das vom Muotathaler Damian Gwerder trainiert wird, traf sich am Sonntag in Tenero zur letzten Phase der Vorbereitung und reiste am Mittwoch mit dem Bus nach Slowenien.

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