LC Brühl triumphiert am Stadtwerk-Cup: Premiere bei der 34. Ausgabe

Die Handballerinnen des LC Brühl gewinnen zum ersten Mal überhaupt das internationale Turnier. Dies dank drei Siegen in drei Spielen.

Sarina und Fritz Bischoff
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Die beste Spielerin des Turniers: Brühls Kerstin Kündig.

Die beste Spielerin des Turniers: Brühls Kerstin Kündig.

Bild: Urs Bucher

Den Grundstein für den Premierensieg am Stadtwerk-Cup legten die St.Gallerinnen am Freitag mit dem 29:28-Sieg gegen Bundesligist Metzingen, das stärkste der Gästeteams. «Wir haben konstante Leistungen gezeigt, einen ausgeglichenen Kader gehabt und vor allem eine gute Deckungsarbeit gezeigt», sagte Brühls Trainer Rolf Erdin. «Man könnte sagen, dass wir in Playoff-Form waren.»

Dank dieser Form ist den Brühlerinnen gelungen, wozu es bisher noch nie gereicht hat. Trotzdem gehören die Spiele in der Sporthalle Kreuzbleiche für viele zum alljährlichen Treffpunkt und Pflichttermin. So auch für Isabelle Krüsi-Fuchs. Schon als 15-Jährige war die heute 49-Jährige im Jahre 1986 in Brühls Kader, als das Turnier auf Initiative des Frauenhandballpioniers Paul Spies zum ersten Mal ausgetragen wurde. «Es war für mich in all den Jahren eine riesige Sache, an diesem Turnier in der eigenen Halle spielen zu dürfen. Da gastierten in St.Gallen plötzlich Weltklasseteams», blickt die 59-fache Internationale zurück.

Partien gegen das Mass aller Dinge

Als Höhepunkt betrachtet Krüsi-Fuchs die Partien gegen das Team von Hypobank aus Wien. Die Österreicherinnen waren in den Neunzigerjahren das Mass aller Dinge. «Das bleibt auch 20 Jahre nach dem Rücktritt unvergesslich.»

Genau diese Erlebnisse sind es auch, die für die aktuellen Brühler Spielerinnen den Reiz am Stadtwerk-Cup ausmachen. «Wir werden auf einem Niveau gefordert, das wir in der nationalen Meisterschaft nicht vorfinden», sagt Laura Schmitt. Ihre Teamkollegin Kerstin Kündig ergänzt: «Der Zeitpunkt des Turniers ist optimal, weil national wegen der Weltmeisterschaft nicht gespielt wird. Es erfüllt uns alle auch mit Stolz, als Gastgeber gegen ausländische Teams spielen zu können und bringt uns bezüglich internationaler Härte, Spieltempo und Intensität weiter.» Dass Brühl auf einem guten Weg ist, haben die drei Siege gegen Metzingen, die Slowakinnen von Iuventa Michalovce (29:25) und den spanischen Meister aus Gran Canaria (34:20) gezeigt.