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POPULÄR: Honda-Botschafter auf Lebenszeit

Luigi Taveri, einer der erfolgreichsten Schweizer Motorradrennfahrer, ist nicht mehr: Der dreifache Weltmeister starb gestern im Alter von 88 Jahren an den Folgen eines am 17. Februar erlittenen Schlaganfalls.
Luigi Taveri (Bild: Nana do Carmo)

Luigi Taveri (Bild: Nana do Carmo)

«Luigi ist heute friedlich im Beisein der Familie gestorben», bestätigte seine Tochter Blanca gegenüber dem Online-Portal «speedweek.com». Seit dem Schlaganfall war Taveri im Spital.

Taveri war, nicht nur in der Schweiz, sehr populär. In der Beliebtheits-Skala gehörte er zweifelsohne zur Kategorie der am 29. Dezember 2016 verstorbenen Radsport-Legende Ferdy Kübler. Vor allem in Japan wurde der Zürcher fast wie ein einheimischer Motorradrennfahrer verehrt. 1967, ein Jahr nach dem Rücktritt, wurde der 1929 geborene Taveri von Soichiro Honda, dem Gründer des grössten Motorrad-Herstellers der Welt, samt seiner Familie nach Japan eingeladen. Honda ernannte seinen Schweizer Freund zum Honda-Botschafter auf Lebenszeit und stellte ihm jährlich eine neue Maschine zur Verfügung. Taveri hatte dank seines technischen Verständnisses als gelernter Automechaniker massgeblichen Anteil an den insgesamt 18 WM-Titeln von Honda zwischen 1961 und 1967. 1962, 1964 und 1966 wurde Taveri selber Weltmeister, er feierte in 143 GP-Rennen 30 Siege und 89 Podestplätze. Damit ist er hinter dem siebenfachen Seitenwagen-Weltmeister Rolf Biland, der 81 GP-Siege aufweist, der erfolgreichste Töff-Rennfahrer der Schweiz. Er ist der einzige Fahrer, der in sämtlichen Klassen WM-Punkte gewinnen konnte.

Seine Karriere begann 1947: Im Alter von erst 16 Jahren durfte Luigi nur dank des elterlichen Einverständnisses und einer polizeilichen Spezial-Bewilligung als Passagier seines 16 Jahre älteren Bruders Hans im GP von Europa in Bremgarten im Kanton Bern debütieren. 1954 machte er seine Leidenschaft zum Beruf.

Drei Siege auf der Isle of Man

Am 2. Juli 1961 gewann Taveri auf Honda in Spa-Francorchamps seinen ersten von 30 Grand Prixs. Zudem triumphierte Taveri dreimal im berühmtesten Rennen der Welt, der Tourist Trophy auf der Isle of Man. Er war auch der einzige Nicht-Brite, der den Rennfahrer-Club der Isle of Man präsidierte. Taveri hatte dank seinen Fähigkeiten auch nach dem Rücktritt Erfolg. So betrieb er in Thalwil erfolgreich eine Karosserie-Werkstatt. Seine Motorrad-Leidenschaft lebte er bis ins hohe Alter weiter aus. Viele Jahre an der Tour de Suisse, als er Fotografen an die Etappenziele brachte. Oder an Revival- oder Klassikveranstaltungen auf der ganzen Welt. Jährlich besuchten er und seine Familie mindestens einen Grand Prix. Nach dem Rennen auf dem Sachsenring 2015 war aber auch damit Schluss. (sda)

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