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Politik will Fifa und Uefa beaufsichtigen

Korruption Eine Überraschung war das Ergebnis nicht mehr. Nachdem bereits die vorberatende Kommission der Resolution einstimmig zugestimmt hatte, folgte gestern das Plenum des Europarats mit überwältigender Mehrheit. Die Politiker wollen im Kampf gegen Korruption bei internationalen Sportverbänden die Schraube anziehen. So sollen Fifa, Uefa und IOC unter ein externes Kontrollgremium kommen, das über die Einhaltung ethischer Grundsätze wacht – unter Federführung der EU.

Wie realistisch das Szenario ist, dass ein EU-Gremium Vereine mit Sitz in der Schweiz überwacht, wird sich weisen. Völlig offen bleibt auch, mit welchen Kompetenzen dieses Gremium ausgestattet sein wird. Sicher ist hingegen: Der Bericht, der auf ­zahlreichen Interviews mit Insidern des Weltfussballs beruht, hat die Korruption im Sport europaweit auf die politische Agenda gehievt – und mit scharfen Worten kritisiert. So prangert er unter anderem die Machtfülle von Fifa-Präsident Gianni Infantino an und kommt zum Schluss, dass der Weltfussballverband den Tatbeweis für einen Kurswechsel weitgehend schuldig geblieben sei. Mit gutem Grund. Insbesondere die Absetzung der obersten Ethiker beim Kongress im letzten Jahr in Bahrain konnte die Fifa nie glaubhaft begründen. Der Verdacht liegt im Raum, dass es darum ging, unliebsame Geister loszuwerden, die im Kampf gegen Korruption vor niemandem zurückschreckten.

Der Widerstand gegen den Bericht blieb bei 5 Nein zu 131 Ja-Stimmen erstaunlich zahm – trotz intensivem Lobbying der Fifa im Vorfeld. Zu den wenigen Gegnern im Europarat gehörte SVP-Nationalrat Thomas Müller (SG), selber einst Fifa-Matchkommissar. Es sei unbestritten, dass es ein Korruptionsproblem gegeben habe. Der Bericht stelle in weiten Teilen aber auf Mutmassungen ab und gleiche einer persönlichen Abrechnung mit der Fifa, kritisierte er. (ja.)

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