Plötzlich Platz sieben wieder in Reichweite

EISHOCKEY. Sechs Runden vor Abschluss der Qualifikation hat der NLB-Club Thurgau ein neues Ziel vor Augen. Dank eines 4:0-Heimsiegs gegen Martigny fehlen den Ostschweizern nur noch fünf Punkte auf die siebtplazierten Walliser. Allerdings halten sich die GCK Lions dank eines Heimsiegs in Thurgaus Nacken.

Matthias Hafen
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Goalie-Action am Dienstag bei Hockey Thurgau gegen Red Ice Martigny. (Bild: SPORTS-MEDIA.ch/Alessandro Santarsiero)

Goalie-Action am Dienstag bei Hockey Thurgau gegen Red Ice Martigny. (Bild: SPORTS-MEDIA.ch/Alessandro Santarsiero)

Thurgau tat gut daran, das Heimspiel gegen Martigny zu gewinnen. Dank des überzeugenden 4:0 bleiben den achtplazierten Ostschweizern sechs Runden vor Schluss elf Punkte Vorsprung auf den NLB-Neunten GCK Lions. Die definitive Playoff-Teilnahme kommt damit immer näher. Weil allerdings auch die Zürcher daheim gegen La Chaux-de-Fonds 5:2 gewannen, konnte Thurgau das Polster nicht ausbauen.

Mit dem gestrigen Erfolg gegen Martigny sind nun aber wieder die siebtplazierten Walliser in greifbarer Nähe. Lediglich fünf Punkte hat Martigny Thurgau noch voraus. Eine Marge, die in den letzten sechs Qualifikationsrunden wettzumachen ist – vor allem mit begeisternden Auftritten wie gestern abend. Die Zuschauerzahl von 869 schien angesichts des Gezeigten auf dem Eis geradezu unwürdig.

Beide Teams handicapiert

Trainer Mario Kogler schickte seine Mannschaft mit der richtigen Taktik aufs Eis. Im Startdrittel schien es, als wollten die Thurgauer die weit angereisten Gäste einlullen, um nicht zu sagen einschläfern. Die Partie nahm kaum Fahrt auf, und so kamen die vorab individuell gefährlichen Walliser kaum ins Spiel. Koglers defensiv hervorragend eingestellte Equipe übernahm mit zunehmender Spieldauer immer mehr Oberhand und nutzte ihre erste Powerplay-Chance in der 18. Minute zum 1:0. Eric Arnold wurde vor dem Tor durch Toms Andersons und Derek Damon freigespielt. Damon war auch gestern Thurgaus einziger ausländischer Spieler. Allerdings traten auch die Gäste mit nur einem Ausländer an, dem Russen Kirill Starkow. Dies, weil der Slowake Jozef Balej eine Spielsperre absitzen musste.

Thurgau schien das Handicap aber viel besser wettzumachen. Auch im Mitteldrittel liess das Heimteam kaum Chancen der Gäste zu. Im Gegenteil: Johannes Bischofberger erhöhte bei Spielmitte auf 2:0. Gewiss, die Thurgauer erhielten gestern vom Gegner viel Raum und Zeit. Doch sie wussten die Freiheiten auch zu nutzen. Unter Trainer Kogler scheint nun auch das Powerplay immer besser zu werden.

Powerplay rigoros ausgenutzt

Im Schlussdrittel jedenfalls nutzten die Thurgauer beide Überzahlsituationen – in der 50. Minute Daniel Eigenmann auf Pass von Patrick Parati und Andreas Küng sowie drei Minuten später Damon auf Zuspiel von Simon Sterchi und Kevin Kühni. Goalie Dominic Nyffeler, der kommende Saison künftig seinen Bruder Melvin bei Rapperswil-Jona beerben könnte, verdiente sich mit einer tadellosen Leistung den dritten Shutout der Saison, den zweiten gegen Martigny.

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