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PLAYOFF-FINAL: Dem Final droht Langeweile

Ganz Zug war am Samstag auf den Beinen. Es herrschte Festlaune. Der EV Zug wollte den ersten Schritt zum zweiten Meistertitel tun. Nach der Partie blieben nur lange Gesichter.
Rolf Bichsel (sda)
Jubel bei den Bernern Thomas Rüfenacht, Ramon Untersander, Andrew Ebbett und Ryan Lasch (von links). (Bild: Alexandra Wey/KEY)

Jubel bei den Bernern Thomas Rüfenacht, Ramon Untersander, Andrew Ebbett und Ryan Lasch (von links). (Bild: Alexandra Wey/KEY)

Rolf Bichsel (SDA)

Der SC Bern gewann die zweite Playoff-Partie mit 4:2, führt in der Serie 2:0 und steht vor der erfolgreichen Titelverteidigung.

Dem Schweizer Eishockey droht der langweiligste Playoff-Final seit 15 Jahren. Langweilig wurde es den 7015 Zuschauern am Samstag in der ausverkauften Zuger Arena und den ebenfalls weit über 1000 Fans draussen beim Stadtfest anlässlich des ­Public Viewing gewiss noch nicht. Geboten wurde sogar eine Spektakel-Partie. Weil aber der EV Zug vorzüglich spielte, gegen die kühlen, effizienten Berner aber dennoch wieder nicht gewann, droht für die Fortsetzung ab Dienstag eine einseitige Serie. Denn wenn eine offensiv derart starke Mannschaft wie der SC Bern so defensiv und gleichzeitig nahezu fehlerfrei spielt, wie es Bern in diesem Playoff insbesondere auswärts tut, wenn diese Mannschaft dann auch noch über den mit Abstand stärksten Goalie (Leonardo Genoni) verfügt, dann bleibt den Gegnern nur noch die Verzweiflung. Zug zeigte am Samstag eine Klasseleistung, leistete sich aber auch Fehler, die den Weg in die Niederlage wiesen.

Zug gehen die Optionen aus

«Fouls in der offensiven Zone ­gehen gar nicht», stellte Verteidiger Santeri Alatalo fest. Wegen zweier derartiger Zweiminutenstrafen geriet Zug im zweiten Abschnitt nach einer 1:0-Führung mit 1:2 in Rückstand. Und schliesslich produzierte Zugs Goalie Tobias Stephan in der 43. Minute mit dem linken Schlittschuh das entscheidende Eigentor zum 2:3. Auch auf Berner Seite machen sich die Akteure Gedanken, was Zug nach dem erfolglosen Sturmlauf vom Samstag in den nächsten Spielen noch versuchen könnte. «Sie werden sich wohl sagen, dass sie den Sieg in diesem zweiten Spiel aufgrund der Chancen verdient gehabt hätten und dass wir den Sieg gestohlen haben», mutmasste Thomas Ruefenacht. «Also werden sie es morgen auf die genau gleiche Art und Weise noch einmal versuchen.»

Zug bisher nur in Überzahl erfolgreich

Der SC Bern gewann die ersten zwei Spiele 5:0 und 4:2. Zug erzielte noch kein einziges Tor bei gleicher Anzahl Feldspieler. Die beiden Treffer am Samstag waren Zugs Überzahltore Nummer 18 und 19 während des Playoffs. In den vergangenen 14 Jahren begann nie eine Finalserie mit ähnlich einseitigen Skores. 15 Jahre ist es her, seit der HC Davos gegen die ZSC Lions die ersten beiden Spiele 6:2 und 3:0 gewann. Die Finalserie 2002 endete 4:0 für Davos. Auch diesmal erscheint es möglich, dass sich Bern vor dem Karfreitag den Meistertitel sichert. Es wäre die erste Titelverteidigung seit dem Frühling 2001 (ZSC Lions). Aber: Auch Davos schaffte es nach dem Titelgewinn von 2002 im nächsten Frühling im Final zu einer 2:0-Führung, verlor danach aber viermal hintereinander.

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