PLAYOFF: Davos dominiert und zittert

Im zweiten Viertelfinalspiel setzt sich Davos gegen Lausanne mit 2:1 durch und führt nun mit 2:0 Siegen. Die Bündner dominieren, ihre Effizienz ist allerdings ungenügend.

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Hart umkämpft: Marc Wieser, Torschütze für Davos zum 2:0 (links), gegen Lausannes Etienne Froidevaux. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Hart umkämpft: Marc Wieser, Torschütze für Davos zum 2:0 (links), gegen Lausannes Etienne Froidevaux. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Lausanne kämpfte bislang glücklos. Am Samstag verspielten die Waadtländer auf dem Weg in die 3:5-Niederlage eine 3:0-Führung. Und in Davos fehlten gestern in der Schlussphase mehrmals nur Zentimeter zum 2:2. Sven Ryser schob in der 50. Minute den Puck vor dem Tor durch. Topskorer Dustin Jeffrey lupfte die Scheibe über das offene Goal. Nochmals Jeffrey und Harri Pesonen vergaben in den letzten zwei Minuten Lausanner Grosschancen.

Bei Davos ärgerte sich Trainer Arno Del Curto über das Zittern im Schlussabschnitt, weil sein Team die Partie in den ersten 40 Minuten längst hätte entscheiden müssen. Denn Lausanne agierte naiv. Es spielte ­undiszipliniert und wollte Härte in die Serie bringen. Zuweilen mussten die Romands foulen, weil die Davoser ihnen furios um die Ohren liefen. Die Waadtländer gerieten in den ersten 40 Minuten achtmal in Unterzahl und konnte selber nur einmal Powerplay spielen. 17:3 lautete im zweiten Abschnitt das Schussverhältnis zu Gunsten von Davos. Aber Davos führte durch Dino und Marc Wieser nur 2:0. Als Philippe Schelling mit der erst zweiten Lausanner Torchance des Spiels nach 45 Minuten auf 1:2 verkürzte, geriet Davos ins Schwitzen.

Lugano kontert ZSC Lions aus

Nachdem er zwei Drittel lang unterlegen war, verdiente sich der HC Lugano mit einer Leistungssteigerung den 4:3-Sieg gegen die ZSC Lions und den Ausgleich in der Serie. Zweimal machten die Zürcher eine Führung Luganos wett – und dies ­verdient. Am Ende war aber mit Luca Fazzini ein Eigengewächs für die Entscheidung verantwortlich. Der Tessiner erzielte das 3:2 und 4:2 im Schlussdrittel. Die Zürcher waren zwar die aktivere und spielerisch bessere Mannschaft, Lugano aber kaltblütiger. Das 2:2 nach zwei Dritteln hatte den Tessinern geschmeichelt. Am Ende zeigte die Statistik 23 Abschlüsse Luganos und 46 der Gäste an. Den Zürchern fehlte aber die Kreativität des verletzten Robert Nilsson.

Keinerlei Probleme bekundete Titelverteidiger und Qualifikationssieger Bern im Derby in Biel. Im ersten Playoff-Spiel in der ­neuen Arena im Seeland hatten die Platzherren mit 0:3 keine Chance. Andrew Ebbett zeichnete sich als Doppeltorschütze aus. Das erste Spiel hatte Biel mit 1:2 nach Verlängerung verloren. Auch Zug zeigte sich nach dem Heimsieg auswärts sattelfest. Kurz nach Beginn des Schlussdrittels gingen die Zentralschweizer 5:0 in Führung, Servette konnte nur noch auf 2:5 verkürzen. (sda)