Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

PLAYOFF: Berner in Moskau kalt geduscht

Für die Young Boys endet auch die dritte Teilnahme an den Champions-League-Playoffs mit einer Enttäuschung. Sie sind beim 0:2 weit davon entfernt, beim ZSKA Moskau das 0:1 aus dem Hinspiel aufzuholen.
Miralem Sulejmani, der die einzige Chance für die Berner hatte, dreht nach dem Moskauer 2:0 enttäuscht ab. (Bild: Thomas Hodel/Keystone)

Miralem Sulejmani, der die einzige Chance für die Berner hatte, dreht nach dem Moskauer 2:0 enttäuscht ab. (Bild: Thomas Hodel/Keystone)

So deutlich wie 2010 gegen Tottenham (0:4 nach 3:2) und im letzten Jahr gegen Mönchengladbach (1:6 nach 1:3) fiel die Auswärtsniederlage in Moskau nicht aus. Aber der Auftritt beim Uefa-Cup-Sieger von 2005 zeigte auf, dass zum erstmaligen Vorstoss in die Gruppenphase der Champions League doch noch ein grosses Stück fehlt. Und dies nach der nicht ungünstigen Auslosung und nach einer starken Leistung im Hinspiel, die trotz des unglücklichen Eigentors von Kasim Nuhu in der Nachspielzeit durchaus berechtigte Hoffnungen auf die Premiere in der Champions League geweckt hatten. Es hätte die ­vierte erfolgreiche Wende eines Schweizer Teams im Europacup nach einer Heimniederlage im ersten Vergleich benötigt, um den Traum zu verwirklichen. Davon waren die Young Boys, die den verletzten Guillaume Hoarau durch den einflusslos gebliebenen Jean-Pierre Nsamé ersetzten, im Moskauer Dauerregen aber weit entfernt. Sie wurden von Beginn weg dominiert. «Wir wussten, dass wir zwei perfekte Spiele brauchen würden», sagte Sportchef Christoph Spycher nach dem Out gegenüber SRF. «Heute war die Leistung o.k., aber wir sind nicht an unsere Leistungsgrenze gekommen.» Der internationale Weg der Berner wird ab dem 14. September also in der Europa League weiterführen. Zum fünften Mal in den letzten sieben Jahren stehen die Boys in der Gruppenphase des weniger wichtigen Clubwettbewerbs. Die drei Gegner werden am Freitagmittag in Monaco ermittelt.

Praktisch chancenlose Berner

18 Sekunden waren erst gespielt, als bereits klar war, in welche Richtung die Partie laufen würde. Goalie David von Ballmoos war schon kurz nach Anpfiff zur ersten von zahlreichen Interventionen gezwungen. Nach 130 Sekunden hatte ZSKA die Anzahl Torschüsse der 90 Minuten aus dem Hinspiel (zwei) bereits egalisiert. Das aggressive Pressing des Vierten der russischen Meisterschaft erzwang viele sofortige YB-Ballverluste. Mit dem letzten Angriff der ersten Halbzeit münzte ZSKA die klare Überlegenheit in einen Treffer um. YB-Trainer Adi Hütter hatte vor dem Rückspiel gesagt, dass sein Team für das Weiterkommen vermutlich zwei Tore erzielen müsse. Insofern veränderte der 0:1-Rückstand die Ausgangslage der ­Berner nicht wirklich. Mit der temporären Situation, das Spiel gestalten zu müssen oder können, kamen die Berner etwas ­besser klar als mit der Rolle des stetig Bedrängten. Die Chance durch Miralem Sulejmani (55.), die einzige der Gäste im gesamten Spiel, blieb eine Momentaufnahme. Mit dem 2:0 durch Alan Dsagojew, brillant vollendet nach Ballannahme aus der Drehung um Kasim Nuhu herum, fiel die Entscheidung in der 64. Minute. Und es passte irgendwie zum Geschehen auf dem Platz, dass der Regen nach dem zweiten Gegentreffer noch heftiger wurde. Kalt geduscht trifft es im Rückblick wohl am besten. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.