PLAYOFF: Bern wehrt ersten Matchpuck ab

Der SC Bern verhindert mit dem ersten Heimsieg im Halbfinal gegen die ZSC Lions das Saisonende. Der Titelverteidiger siegt 4:3. In der zweiten Serie geht derweil Lugano erstmals in Führung.

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Nach 27 Minuten sprach in der mit 17031 Zuschauern ausverkauften Berner Arena nichts mehr für den ZSC. Mark Arcobello nach einem herrlichen Querpass von Thomas Rüfenacht, Simon Moser und erneut Arcobello brachten die Berner mit drei Toren innert 119 Sekunden 4:1 in Führung. Arcobello hatte zuvor in dieser Halbfinalserie enttäuscht und war torlos geblieben. Das Resultat ging auch in dieser Höhe in Ordnung, spielte doch Bern im Vergleich zum 1:3 am Ostermontag deutlich aggressiver. Der ZSC liess sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen, wartete geduldig auf seine Chancen und schlug eiskalt zurück.

In der 33. Minute verkürzte Fredrik Pettersson mit seinem vierten Tor in diesem Halbfinal auf 2:4. Der Hauptanteil an diesem Treffer ging auf das Konto von Fabrice Herzog, der sich im gegnerischen Drittel sehenswert durchsetzte und mit seinem Schuss den entscheidenden Abpraller provozierte. Allerdings verteidigten die Berner in dieser Szene viel zu lasch. Herzog war drei Tage zuvor mit drei Toren der Matchwinner gewesen. 41 Sekunden vor der zweiten Pause gelang Mike Künzle gar noch das 3:4 – nach einer schlechten Auslösung von Justin Krueger.

Im letzten Abschnitt wackelte der amtierende Meister mächtig, hatte grosse Mühe, sich aus der eigenen Zone zu befreien, er fiel aber nicht, auch weil Gaëtan Haas knapp anderthalb Minuten vor dem Ende in extremis rettete, indem er den Puck mit der Hand kurz vor der Torlinie wegbeförderte. Es war der erste Heimsieg für die Berner gegen den ZSC nach drei Niederlagen. Der Berner Trainer Kari Jalonen hatte vor dem Spiel der letzten Chance sämtliche Sturmlinien verändert. Das zahlte sich aus, auch wenn der Sieg am Ende glücklich war.

Lugano geht in der Serie in Führung

Der HC Lugano nähert sich dem zweiten Playoff-Final innerhalb von zwei Jahren an. Die Tessiner, Finalverlierer vor zwei Jahren gegen Bern, führen in der Halbfinalserie gegen den EHC Biel nach dem 4:2-Auswärtssieg von gestern mit 3:2 Siegen.

Die Vorentscheidung fiel im zweiten Abschnitt innerhalb von 144 Sekunden. Luganos Topskorer Maxim Lapierre und Matteo Romanenghi brachten Lugano innerhalb von 44 Sekunden 2:0 in Führung. 100 Sekunden später erhöhte Gregory Hofmann in Überzahl auf 3:0. Biels Goalie Elien Paupe liess drei Schüsse hintereinander passieren. Schon am Ostermontag hatte Paupe vom 1:2 bis zum 1:5 nur einen Schuss halten können. (sda)