Pioniertaten am Izoard

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Frauenrennen Die Tour de France wird in diesem Jahr von einem Frauenrennen in zwei Etappen begleitet. «Ja, wir sind Pioniere», sagte Annemiek van Vleuthen zu Beginn der vierten Ausgabe von La Course by Le Tour de France. Am Ende war sie sogar eine siegreiche Pionierin. Denn sie gewann die Bergetappe hoch zum Izoard.

Erstmals in der noch jungen Geschichte von La Course wird das Rennen über zwei Etappen ausgetragen. Bislang war es ein Rundkurs auf den Champs-Élysées, wenige Stunden, bevor dort die Männer über das Pflaster jagten. Das Ambiente hatte den meisten Frauen stets gefallen. Manche hatten den Kurs aber als «nicht sonderlich selektiv» bezeichnet und auf härtere Herausforderungen gehofft. Die lieferte Rennorganisator ASO nun.

Nur 16 Teams bringen sechs Fahrerinnen an den Start

Auftakt war die Bergetappe von Briançon hoch zum Izoard über 67,5 km, wenige Stunden, bevor das Männerpeloton die gleichen Serpentinen in Angriff nahm. Morgen bestreiten die besten 19 Frauen am Tage des Tourzeitfahrens der Männer ein Verfolgungsrennen. Gestartet wird nach den jeweiligen Abständen des Donnerstags. La Course machte allerdings auch auf strukturelle Probleme aufmerksam. Nur 16 der 21 Teams brachten die maximale Anzahl von sechs Fahrerinnen an den Start.

Der Kurs hoch zum Izoard ist nur wegen des Wegfalls der La Route de France Féminine zum wichtigsten Frauenrennen in Frankreich geworden. La Route, mit sieben Etappen und einem Prolog die «echte» Tour de France der Frauen, fand in diesem Jahr nicht statt, weil die UCI es nicht fertigbrachte, dem Anlass einen Platz im Rennkalender zu geben. (tm)