Pikes flop, Frauenfeld top

Im 1.-Liga-Eishockey verloren gestern abend die Pikes Oberthurgau gegen Leader Winterthur 3:6. Zwei Punkte sicherte sich dafür Frauenfeld mit einem 3:2 nach Penaltyschiessen in Chur.

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EISHOCKEY. Wie immer, wenn die Pikes gegen Winterthur spielen, entwickelte sich beim 3:6 ein gutes Spiel. Die Pikes wirkten entschlossen und suchten sofort den Torerfolg. Dieses Unterfangen war von Erfolg gekrönt, denn Stoller (6.) verwertete einen Abpraller zum Führungstreffer. Das Spiel ging in unvermindertem Tempo weiter, und obschon auch Tabellenführer Winterthur immer wieder gefährliche Angriffe inszenierte, hatten die Oberthurgauer etwas mehr vom Spiel.

Die Chancen blieben aber ungenutzt. Anders die Eulachstädter, welche innerhalb von gut 30 Sekunden (11.) durch die Tore von Büsser und Tanner mit 2:1 in Führung gingen. Das Mitteldrittel war beinahe ein Abbild des ersten Abschnittes: Tempoeishockey von beiden Mannschaften. Zunächst erzielte Korsch (33.) den hochverdienten Ausgleich. Als die «Hechte» in Unterzahl gerieten, gelang ihnen nach einer Riesenchance beinahe ein Shorthander. Aber im Gegenzug erhöhte der Leader durch Büsser auf 3:2. Es kam noch schlimmer; nur 10 Sekunden später führten die Winterthurer bereits 4:2; Jäggi hatte getroffen.

Leader glänzte mit Effizienz

Im letzten Drittel war es ersichtlich, dass die Platzherren nochmals versuchten, dem Spiel eine Wende zu geben. In der 48. Minute gelang Fehr der erneute Anschlusstreffer. Die Winterthurer blieben aber weiterhin Meister der Effizienz; die Tore durch Perret (53.) und Loser (58.) waren dafür Beleg. Den Pikes gelang es nicht mehr, dem Spiel nochmals eine Wende zu geben.

Erst nach Penaltyschiessen

Von Beginn weg versuchte Frauenfeld (5.) in Chur (7.) beim 3:2 nach Penaltyschiessen das Spiel zu diktieren. Nach einer kleinen Keilerei vor dem Tor der Frauenfelder spielte man wieder Hockey, und es waren die Thurgauer, die das 0:1 erzielten. In Überzahl spielend traf Bucher. Kurz vor der 1. Pause waren dann aber die Bündner dem Ausgleich sehr nahe.

Mit einem Spieler weniger, und dies für 55 Sekunden, begann für Frauenfeld das 2. Drittel. Chur versuchte mit aller Kraft, den Ausgleich zu erzielen, doch es gab im Mitteldrittel keine Tore. Gleich zu Beginn des 3. Drittels erzielten die Churer doch noch den Ausgleich. Die Führung für Chur gelang danach Lüdi in der 46. Minute. Dann nahm Trainer Ott sein Time-out, und Frauenfeld fand wieder besser ins Spiel und erzielte den Ausgleich sieben Minuten vor Ende. Es war Schwyn, der auf Zuspiel von Korsch das 2:2 schoss.

36 Sekunden vor Ende des 3. Drittels musste Pötzi für 2 Minuten auf die Strafbank, so begann Chur die Verlängerung mit einem Mann mehr. Aber die Thurgauer überstanden diese heikle Phase. Es kam zum Penaltyschiessen. Die Gäste holten den Zusatzpunkt durch die Treffer von R. Schoop, Bucher und Pargätzi. (hv/and)