Pflichtsieg folgt Gala

wasserball. Am Freitag hatte beim mühevollen 13:10 über Schlusslicht Bissone noch wenig auf die samstägliche Gala gegen Lugano hingedeutet. Aber die Kreuzlinger waren beim 11:6 gegen den Leader das klar bessere Team.

Roland Keller
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Kreuzlingens Center Rudi Vacho reihte sich gegen Leader Lugano gleich dreimal unter die Torschützen ein. (Bild: Mario Gaccioli)

Kreuzlingens Center Rudi Vacho reihte sich gegen Leader Lugano gleich dreimal unter die Torschützen ein. (Bild: Mario Gaccioli)

Die erwartete Steigerung zum Vortag gelang den Kreuzlinger Wasserballern: Im Spitzenkampf gegen den Leader waren die Thurgauer über fast die gesamte Spieldauer das bessere Team. Vor 500 Zuschauern schaffte der SCK einen klaren 11:6-Heimsieg und liegt in der Tabelle nach Verlustpunkten gleichauf mit Lugano.

Nach dem wenig berauschenden Freitagsspiel, das man gegen Tabellenschlusslicht Bissone nur mit 13:10 gewann, war am Samstag eine deutliche Leistungssteigerung gefragt. Lugano kam mit erst mit einer Niederlage (ebenfalls gegen Kreuzlingen) und einem Unentschieden ins Hörnli. Die Partie war für beide Teams ausserordentlich wichtig, mit einem Sieg hätte sich Lugano wohl entscheidend absetzen können.

Beste Unterhaltung

Die Begegnung verlief während langer Zeit sehr spannend. Kreuzlingen konnte bereits mit dem ersten Angriff durch Vacho in Führung gehen, musste postwendend aber den Ausgleich der Gäste hinnehmen. Kreuzlingens Tramacera verhinderte mit einem gehaltenen Penalty nach drei Minuten Luganos einzige Möglichkeit, in Führung zu gehen. Die Zuschauer sahen ein hochinteressantes Spiel, in dem sich keine der Mannschaften versteckten musste. Kreuzlingen konnte den Vorsprung zwischenzeitlich auf zwei Tore ausbauen, Lugano kam aber nach dem Seitenwechsel noch einmal auf 5:4 heran. Drei Tore in Folge brachten die Einheimischen darauf mit 8:4 in Front, was der Vorentscheidung gleichkam.

Die Kreuzlinger gewannen gestern, weil die Taktik von Trainer Sirko Roehl umgesetzt werden konnte. In der Verteidigung spielte man eine Zonendeckung, blieb flexibel und schnürte Luganos Ausländertrio gut ein. Offensiv agierten die Thurgauer gewohnt druckvoll, waren bissig und aggressiv. Und nicht zuletzt dank drei sehr schönen Weitschusstoren fiel das Resultat am Ende deutlich aus.

Doppelrunde in Genf

Im Restprogramm der Qualifikation sind für Kreuzlingen noch drei Auswärtsspiele und ein Heimspiel. Neben dem Genfer Wochenende müssen die Kreuzlinger noch den schweren Gang nach Horgen antreten und dort den Zweipunktevorsprung im Direktduell verteidigen.

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