Pfadi zeigt St. Otmar die Limiten auf

St. Otmar bezieht zum Auftakt der Playoff-Halbfinalserie gegen Pfadi Winterthur eine deutliche 16:28-Niederlage. Die St. Galler zeigen zwar in der Defensive eine solide Leistung, sind dem Qualifikationssieger sonst aber in allen Belangen unterlegen.

Christof Krapf/Winterthur
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HANDBALL. Sie ist Gewohnheit geworden. Die Schwächephase, welche St. Otmar einzieht. Das passiert zwar auch anderen Mannschaften. Nur geben die St. Galler im Gegensatz zur Konkurrenz oft innert einer Viertelstunde das Spiel aus der Hand.

Das passierte auch im ersten Playoff-Halbfinalspiel gegen Pfadi Winterthur. Bis zur Halbzeit hielten die Ostschweizer mit 8:11 noch mit dem Qualifikationssieger mit. Danach fielen sie auseinander. Nur gerade zwei Treffer brachte die Mannschaft von Predrag Borkovic bis zur 47. Minute zustande. St. Otmar hatte mit der offensiven und agilen Verteidigung der Winterthurer seine liebe Mühe; sündigte im Abschluss und beging zu viele technische Fehler. Pfadi genügte nach der Pause eine solide Leistung, um auf 21:10 davonzuziehen und die Partie zu entscheiden. In der Schlussphase wurden die Ostschweizer gar vorgeführt, als der 18jährige Yannick Ott im Winterthurer Rückraum Spielzeit erhielt. Der U19-Internationale erzielte mit frechen Würfen innert 20 Minuten vier Treffer.

Zu abhängig von Tomas Babak

Dass es für St. Otmar ein ungemütlicher Abend werden könnte, zeichnete sich schon in der ersten Halbzeit ab. In der Offensive schafften es die St. Galler nie, die Winterthurer Verteidigung in Bewegung zu versetzen. Deshalb gelangen ihnen nur zwei Treffer über den Kreis, und sie schafften es nie, ihre Flügel in gute Abschlussposition zu bringen. Hinzu kam, dass die St. Galler im Abschluss sündigten. Vier Penalties erhielten sie zugesprochen, dreimal parierte Pfadi-Goalie Arunas Vaskevicius.

St. Otmar lebte in der Offensive vor allem von Topskorer Tomas Babak. Der 22jährige Tscheche schaffte es zumindest teilweise, die gegnerische Deckung mit seiner Schnelligkeit zu überwinden. Babaks Mitspieler im Rückraum, Jakub Szymanski und Vedran Banic, zeigten hingegen schwache Leistungen: Den beiden gelangen zusammen nur gerade vier Tore.

Pfadis Erfahrung siegt

Pfadi Winterthur zeigte St. Otmar beim 28:16-Sieg deutlich die Limiten auf. Wenigstens standen die St. Galler in der Verteidigung solid – sonst war Pfadi in allen Bereichen überlegen. Die Ostschweizer bekamen zu spüren, dass sie nicht gegen irgendeine Mannschaft, sondern gegen den Qualifikationssieger spielten. Die Winterthurer sind in den vergangenen Saisons als Team gewachsen. Sie befinden sich in ihrer Entwicklung dort, wo St. Otmar irgendwann hin will. Ankommen werden die St. Galler in diesem Playoff nicht.

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