Personelle Konsequenzen

Zwei Wochen nach dem Abstieg in die NLB hat Rapperswil-Jona noch immer keinen Trainer. Nun suchen die St. Galler auch einen neuen Geschäftsführer – und vielleicht einen Sportchef.

Matthias Hafen
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EISHOCKEY. Die ersten Opfer von Rapperswil-Jonas Relegation in die NLB heissen Roger Sigg und Harry Rogenmoser. Geschäftsführer Sigg wird den Club ebenso verlassen müssen wie Sportchef Rogenmoser – allerdings nicht per sofort. «Die Trennung erfolgt einvernehmlich, was eine geordnete Übergabe der Geschäfte an einen Nachfolger ermöglicht», heisst es in einem Communiqué, das gestern versandt wurde. Beide werden vorerst weiterarbeiten. Eine Trennung noch während der sechsmonatigen Kündigungsfrist ist dennoch absehbar.

Vierköpfige Sportkommission

Während Sigg unter der Aufsicht von Verwaltungsrat und Unternehmer Rolf Kaufmann weiterhin das Geschäft leitet, hilft Rogenmoser dem Club in administrativen Belangen bei der Zusammenstellung des Kaders für die Saison 2015/16. Die Entscheide werden indes von einer Kommission vorgespurt. Dieser gehören der bisherige Marketingchef und frühere Spieler Thomas Walser, Ausbildungschef Christian Rüegg sowie ab Mai auch die beiden neuen Nachwuchscoachs Konstantin Kuraschew und Vjeran Ivankovic an. Die Kommission berät den Verwaltungsrat in allen sportlichen Belangen.

Priorität hat derzeit die Besetzung des Trainerpostens. Gemäss Verwaltungsrat Sandro Ruggli besteht eine Liste mit mehreren Kandidaten. Ob auch ein neuer Sportchef gesucht wird oder ob dieses Amt in Personalunion vom Headcoach übernommen wird, bleibt bis zur Wahl des Trainers offen.

Gustafsson, Eloranta, Fetscherin

Ruggli macht keinen Hehl daraus, dass er von der Arbeit von Langnaus Aufstiegstrainer Bengt-Ake Gustafsson angetan ist. Zu den Interessenten zählt auch Hans Kossmann, der schon nach der Beurlaubung von Anders Eldebrink angegangen worden war. Eine weitere Option ist Kari Eloranta. Der frühere Headcoach der St. Galler liess aus Finnland verlauten, dass er gewillt sei, Rapperswil-Jona in der NLB zu helfen. Und was die Suche nach dem neuen Geschäftsführer betrifft, verwunderte es nicht, wenn in Rapperswil schon das Dossier von Adrian Fetscherin läge. Der letztjährige CEO von Hockey Thurgau hätte die Geschicke des EHC Arosa in der NLB leiten sollen. Das Projekt wurde jedoch verworfen.