Zwei Spiele, sechs Punkte: ein Perfekter Saisonstart für den FC Wil

Die Wiler Fussballer haben in der Challenge League einen optimalen Saisonstart hingelegt. Für viele kommt dies überraschend, weil die Gegner Aarau und Thun hiessen. Zwei Teams, die man eigentlich im Aufstiegskampf erwarten würde.

Gianluca Lombardi
Drucken
Teilen
Valon Fazliu (Mitte) brachte sein Team mit einem Freistoss in Führung.

Valon Fazliu (Mitte) brachte sein Team mit einem Freistoss in Führung.

Bild: Gianluca Lombardi

Die beiden ersten Meisterschaftsspiele hatten aus Wiler Sicht durchaus ihre Parallelen. Sowohl in Aarau als auch zu Hause gegen Thun, war die Leistung in der ersten Halbzeit wenig überzeugend. Beide Male ging dabei der Gegner in Führung und nahm einen 1:0-Vorsprung mit in die Pause. In beiden Partien war dies nicht ganz unverdient.

Nach dem Seitenwechsel war die Wiler Equipe jeweils nicht mehr wieder zu erkennen. Der Gegner wurde früh unter Druck gesetzt, das Spiel mit Ball war schneller und zielstrebiger. Beide Male belohnten sich die Wiler mit einem Doppelschlag zur Führung. Man dürfte meinen, der neue Trainer Alex Frei in der Pause jeweils die passenden mahnenden Worte findet.

Auf Dauer gefährlich

Der Wiler Trainer mahnte aber zur Vorsicht:

Alex Frei warnt seine Equipe.

Alex Frei warnt seine Equipe.

Benjamin Manser
«Wir müssen ein bisschen aufpassen mit dem Strapazieren des Wettkampfglücks.»

Damit scheint der Ostschweizer Übungsleiter den Nagel auf den Kopf zu treffen. Gerade der pomadige Auftritt im ersten Durchgang gegen Thun wäre von einem anderen Team womöglich härter bestraft worden. Ob es dann immer noch zu einer Wende gereicht hätte, steht in den Sternen.

So muss man der Mannschaft aber deutlich attestieren, dass sie am Ende der verdiente Sieger der Partie gegen Thun war. In der zweiten Halbzeit hat sie deutlich mehr investiert als ihr Gegner. Wenn auch alle drei Treffer aus stehenden Bällen heraus resultierten, war der Sieg in dieser Höhe verdient.

Schon in der ersten Hälfte bereit sein

Die Eindrücke der ersten beiden Partien wurden auch von den beteiligten Akteuren bestätigt. «Fussball ist ein Bewegungssport. Mit viel Bewegung schafft man Räume für andere», so Wils Captain Philipp Muntwiler nach dem Spiel.

Die Wiler tun gut daran, schnellstmöglich auch in Halbzeit eins ihre Stärken auf den Platz zu bringen. Denn am nächsten Samstag wartet Ligakrösus GC auf den FC Wil.