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Per Express in die Nationalliga A

Mit 13 Jahren sass Elena Steinemann noch beim 3.-Liga-Team des VBC Frauenfeld auf der Bank. Mit 16 ist sie Stammspielerin in der NLA bei Kanti Schaffhausen und träumt vom Ausland, vom Profisport und der EM im eigenen Land.
Thomas Ammann
Elena Steinemann im Dress der Schweizer Nationalmannschaft. (Bild: Timor Ali/EQ Images)

Elena Steinemann im Dress der Schweizer Nationalmannschaft. (Bild: Timor Ali/EQ Images)

volleyball. Für einmal ist Elena Steinemann tagsüber in ihrem Elternhaus anzutreffen. Unter der Woche wohnt sie sonst bei einer Gastfamilie in Schaffhausen. Das erleichtert den Weg ins Training. Denn Elena spielt seit zwei Jahren beim VC Kanti Schaffhausen. «Durch die Verletzung einer Ausländerin war ich plötzlich erste Aussenangreiferin», erzählt sie. Dadurch habe sie immer mehr an Spielerfahrung gewonnen – «gegen Ende der Saison fühlte ich mich richtig sicher».

Steinemann hat trotz ihrer erst 16 Jahre einiges erlebt im Volleyball. Ihr Highlight war das Europacup-Spiel gegen das zypriotische Team aus Famagusta. «Die Emotionen vor und während diesem Spiel waren unbeschreiblich», sagt Steinemann. Auf die verkorkste Saison von Kanti Schaffhausen in der NLA angesprochen, wird sie aber ernst. Kanti schloss die Qualifikation nur auf Rang fünf ab und scheiterte im Viertelfinal an Köniz. «Zu Beginn der Saison haben wir ausser Voléro alle vor uns klassierten Teams besiegt. In der Rückrunde lief nicht mehr viel zusammen», analysiert sie. Eine 16-Jährige fasst ihre NLA-Saison als Stammspielerin zusammen – aussergewöhnlich.

Viele Sportarten ausprobiert

Angefangen hat alles in Neuseeland, wo Familie Steinemann fünf Jahre lebte. Elena spielte dort Netball, ein basketballähnliches Spiel. «Es war schnell ersichtlich, dass sich Elena gut bewegt und motiviert ist», sagt ihr Vater Andi. Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz nahm er seine Tochter mit ins Training beim VBC Frauenfeld. Andi Steinemann war damals Trainer der jüngsten Juniorinnen und engagiert im Verein. Elena probierte vieles: Tennis, Basketball, Schwimmen. Beim Volleyball blieb sie hängen.

Nach zwei Jahren kam Elena an die Talent School nach Amriswil. Bereits mit 13 Jahren musste sie täglich pendeln. Für die Frauenfelderin kein Problem. «Das einzig schwierige war das frühe Aufstehen.» Elena spielte in ihrem dritten Jahr in Frauenfeld Juniorinnen und 3. Liga. Doch an einem Turnier wurde sie von Andi Vollmer angesprochen, dem NLA-Trainer von Kanti Schaffhausen. Er lud sie ins Training ein. «An mein erstes Training kann ich mich noch genau erinnern. Alle waren so gross. Ich war extrem nervös.» Eine Saison später trainierte sie voll in Schaffhausen, pendelte zwischen Schule und Talent School in Amriswil, Familie in Frauenfeld und Training in Schaffhausen hin und her. «Es war viel, aber ich hatte Leute um mich herum, die auf meine Belastung achteten.»

NLA-Début mit 14

Als 14-Jährige debütierte Elena in der NLA. Und mit 16 Jahren gehört sie bereits zum Stamm. Innert zwei Jahren vom 3.-Liga-Bänkliwärmer zur NLA-Stammspielerin, ging das nicht zu schnell? «Für mich nicht», so Elena. Zehn bis elf Mal wöchentlich trainiert sie. Daneben besucht die Frauenfelderin die Pädagogische Maturitätsschule (PMS) in Kreuzlingen. Gegen Ende Saison sei sie psychisch zwar etwas müde gewesen. «Aber nach einer Pause bin ich wieder motiviert.» Ihr Charakter macht Elena wohl auch erfolgreich. «Sie war nicht nur motiviert, sondern auch ehrgeizig», sagt Andi Steinemann. Ein Anteil an Elenas Erfolg gebührt auch Andi Vollmer, ihrem Entdecker. Er ist für die 16-Jährige die wichtigste Bezugsperson. Nun wechselt Vollmer nach Deutschland – für Elena eine Enttäuschung.

Die Ziele werden Steinemann nicht ausgehen. «Die Ausländerinnen im Team erzählen immer von der grossen Volleyballwelt. Das will ich auch erleben.» Im Elite-Nationalteam hat sie mittlerweile auch schon mitgespielt. Mit diesem möchte sie 2013 die EM im eigenen Land bestreiten. Und an der PMS arbeitet sie an der Matura. Wie es beruflich weitergehen soll, weiss Elena noch nicht. «Vielleicht Profi-Volleyball?»

Elena Steinemann (Bild: pd)

Elena Steinemann (Bild: pd)

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