Wintermeister
0:0 zum Jahresabschluss – Wil überwintert als Leader

In einer ausgeglichenen Partie trennen sich der FC Wil und Stade-Lausanne-Ouchy mit einem torlosen Unentschieden. Es ist eine Punkteteilung die vermutlich beiden Teams zu gefallen weiss.

Gianluca Lombardi
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Das Duell mit SLO war hart umkämpft.

Das Duell mit SLO war hart umkämpft.

Bild: Gianluca Lombardi

Zum Abschluss einer ohnehin erfolgreichen Hinrunde, wartete auf die Zuschauer im Bergholz ein absolutes Spitzenspiel. Der heimische FC Wil forderte den punktgleichen FC Stade-Lausanne-Ouchy in einem Spiel, in dem eine Punkteteilung wohl für beide Mannschaften kein Beinbruch bedeutet hätte. Doch von einem Remis wollte scheinbar keines der beiden Teams etwas wissen.

Von Beginn weg waren beide Kontrahenten präsent und mit Zug zum Tor unterwegs. Die Gäste aus der Westschweiz zeigten schnell, warum sie das beste Auswärtsteam der Liga sind. Es gelang den Waadtländern immer wieder sich geschickt aus dem Pressing der Wiler zu befreien. Was aber über die ganzen ersten 45 Minuten hinweg fehlte waren nennenswerte Abschlüsse auf das Tor. Auf den letzten Metern agierte SLO zu ungenau.

Mehrere Grosschancen

Dass die Wiler es mit einem starken Gegner zu tun hatten schien sie nur bedingt zu beeindrucken. Immer wieder spielten die Äbtestädter frech nach vorne. Vor allem auf den Aussenbahnen boten sich den Gastgebern immer wieder Räume. Silvio hätte seine Farben nach einer Viertelstunde in Führung bringen müssen, doch sein Abschluss ging ganz knapp am langem Pfosten vorbei.

Nicht viel besser machte es Nico Maier. Nur knapp zehn Minuten später konnte er alleine auf das Tor der Gäste losziehen, scheiterte mit seinem Abschluss aber am glänzend reagierenden Dany Da Silva im Tor von Stade-Lausanne-Ouchy. Wenige Sekunden später war es Josias Lukembila der sich versuchen durfte, doch er traf wenige Meter vor dem Tor den Ball nicht richtig.

Entgegen aller Erwartungen

Das torlose Remis zur Pause war nicht zwingend nötig, war aber einer mangelhaften Wiler Chancenauswertung geschuldet. Im zweiten Durchgang verlagerte sich das Spiel phasenweise deutlich in die andere Richtung. Nun waren es die Gäste aus der Westschweiz die mehr vom Spiel hatten und durchaus einen Treffer hätten erzielen können.

Die Freude bei den Spielern des FC Wil war riesig.

Die Freude bei den Spielern des FC Wil war riesig.

Bild: Gianluca Lombardi

Am Ende war es ein leistungsgerechtes Unentschieden, mit einer Punkteteilung die für beide Mannschaften wohl passen dürfte. Für die Wiler bedeutet dieser Zähler, dass Sie als «Wintermeister» in die Pause gehen und sich noch einige Wochen an der Leaderposition erfreuen dürfen. Für all jene Mannschaften die offenkundig vom Aufstieg gesprochen haben dürfte diese Meisterschaftspause ein wenig unangenehmer werden.

Telegramm:

FC Wil 1900 – FC Stade-Lausanne-Ouchy 0:0 (0:0)
Lidl Arena, Wil: 1412 Zuschauer – Schiedsrichter: Turkes
Tore: Fehlanzeige.
Wil: Keller; Dickenmann, Montolio, Wallner, Heule; Zumberi (80. Cueni), Muntwiler, Reichmuth (70. Staubli); Maier (88. Ndau), Silvio (70. Muci), Lukembila (80. Bahloul).
Ouchy: Da Silva; Gassama, Hajrulahu, Pos, Obexer; Bayard (92. Mulard), Akichi; Okou, Qarri (72. Bamba), Ajdini (63. Garcia); Alounga (63. Koré).
Bemerkungen: Wil ohne Strübi, Baralija (beide verletzt), Malinowski, Haarbo und Abazi (alle nicht im Aufgebot). Ouchy ohne Asllani, Hadji, Danho, Maroufi (alle verletzt), Alessandrini, Tsoungui, Opoku, Zesiger und Thaci (alle nicht im Aufgebot).
Verwarnungen: 42. Pos, 55. Ajdini, 69. Okou, 91. Ndau