Quali überstanden
Simon Ehammer steht mit der viertbesten Quali-Weite im WM-Final

Simon Ehammer, der Appenzeller Zehnkämpfer, der an der WM im Weitsprung startet, hat die Qualifikation in der Nacht auf Samstag überstanden und steht im Final der zwölf Besten.

Ralf Streule
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Simon Ehammer zeigt in der WM-Qualifikation einen Steigerungslauf.

Simon Ehammer zeigt in der WM-Qualifikation einen Steigerungslauf.

Bild: Jean-Christophe Bott/KEY

Der 22-jährige Simon Ehammer springt um eine WM-Medaille. Er tritt in der Nacht auf Sonntag (ab 3.20 Uhr) im Final der weltweit 12 besten Weitspringer an. In der Qualifikation von gestern Nacht erreichte er im Feld der 32 WM-Weitspringern mit 8,09 m die viertbeste Weite. Dabei war er vom Wind benachteiligt gewesen - hätte er bei Topbedingungen starten können, wären bis zu 20, 30 Zentimeter mehr möglich, sagte der Appenzeller danach im Schweizer Fernsehen.

Beim ersten Versuch, mit dem er eigentlich die direkte Qualifikationsweite von 8,10 Metern auf Anhieb angestrebt hatte, übertrat Ehammer. Er liess sich aber nicht beirren. Im zweiten Versuch erreichte er mit einem eher kontrollierten Versuch 7,90 m. Erst im dritten Anlauf schob er sich auf Platz vier vor. Der zweite Versuch auf 7,90 m hätte ihm ganz knapp auch für die Qualifikation gereicht - anders als in der SRF-Liveberichterstattung erklärt.

Sieben Männer übersprangen die Achtmetermarke

Doch erst mit den 8,09 Metern hat er sich definitiv als Medaillenkandidat angemeldet. Sieben Männer übersprangen die Achtmetermarke, am weitesten kam in der Qualifikation der Japaner Yuki Hashioka. Olympiasieger Miltiadis Tentoglou aus Griechenland zeigte nach einem Versuch auf 8,03 Meter zwei ungültige Versuche. Dennoch wird er einer der Topfavoriten auf Gold sein.

Ehammer nimmt an der WM im Weitsprung teil, weil bereits in drei Wochen der EM-Zehnkampf stattfindet. An beiden Anlässen im Zehnkampf zu starten, wäre vom Energiehaushalt her schwer zu lösen gewesen. Ohnehin dürften an der WM Ehammers Medaillenchancen im Weitsprung grösser sein als sie im Zehnkampf gewesen wären. An der EM in München Mitte August wird Ehammer dann wieder im Mehrkampf teilnehmen.