Leichtathletik
Kora, Kälin und ein vierfacher Ehammer: Der Startschuss in die Leichtathletik-Saison fällt in St.Gallen

Das Hallenmeeting im St. Galler Athletik-Zentrum vom kommenden Wochenende ist für viele Athletinnen und Athleten eine erste Standortbestimmung im neuen Jahr. Das Feld ist stark besetzt, Aushängeschild ist EM- und WM-Medaillengewinner Simon Ehammer, der gleich in vier Disziplinen startet. Eine Übersicht über zwei Tage Spitzensport.

Ralf Streule Jetzt kommentieren
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Ein Bild aus Zeiten, als die Leichtathletik-Welt noch wenig von Simon Ehammer wusste: Schweizer Hallenmeisterschaft 2020 im Athletik-Zentrum.

Ein Bild aus Zeiten, als die Leichtathletik-Welt noch wenig von Simon Ehammer wusste: Schweizer Hallenmeisterschaft 2020 im Athletik-Zentrum.

Bild: Benjamin Manser

Das Hallenmeeting vom Samstag und Sonntag im Athletik-Zentrum ist für viele Leichtathletinnen und Leichtathleten der erste Wettkampf des Jahres. Und damit auch ein bisschen ein Vorgeschmack und ein erster Testlauf für alles, was in diesem Jahr noch folgt: die Schweizer Hallenmeisterschaften von Mitte Februar am selben Ort zum Beispiel, die Hallen-EM in Istanbul Anfang März und schliesslich die Leichtathletik-WM im Juli in Budapest.

Der Startschuss ins St.Galler «Stadtwerk-Hallenmeeting» fällt neu bereits am Samstagabend zur sogenannten Jump Night mit den beiden Disziplinen Hochsprung und Dreisprung. Am Sonntag von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr wird in etlichen Disziplinen gestartet, vom Kugelstossen über Weitsprung bis zu verschiedenen Laufdistanzen.

Salomé Kora im Laufduell mit Géraldine Frey

Lokalmatadorin ist Salomé Kora, die St.Galler Sprinterin vom LC Brühl, die im vergangenen Jahr sowohl an der WM wie auch an der EM Teil der 100-m-Staffel war. Was die persönlichen Zeiten anbelangt, war 2022 zwar eher ein Rückschritt für sie – dennoch gehört sie im Athletik-Zentrum zu den Sieganwärterinnen über 60 m. Gegnerinnen sind unter anderem die Rheintalerin Riccarda Dietsche – oder die Zentralschweizerin Géraldine Frey, die Kora im vergangenen Jahr den WM-Platz für den Einzelstart über 100 m weggeschnappt hatte.

Vielbeachtet werden am Sonntag die Auftritte von Simon Ehammer sein. Der Appenzeller, der im vergangenen Jahr WM-Bronze im Weitsprung sowie EM-Silber im Zehnkampf holte und damit die Leichtathletik-Welt erstaunte, startet gleich in vier Disziplinen: über 60 m, 60 m Hürden, im Weitsprung und im Kugelstossen. Der Schweizer Rekordhalter im Zehnkampf bereitet sich aktuell auf seinen Siebenkampf Ende Januar im französischen Aubière vor, wo er vor einem Jahr mit 8,26 Metern den 41 Jahre alten Hallen-Schweizerrekord im Weitsprung überbot.

Über 60 m und 60 m Hürden kommt es zu einem interessanten Vergleich zwischen Ehammer und dem Schweizer Rekordhalter Jason Joseph, zudem wird auch der Frauenfelder Mathieu Jaquet am Start stehen, der im vergangenen Jahr einen grossen Sprung nach vorne machte.

Annik Kälin beschränkt sich in der Halle auf Weitsprung

Annik Kälin, die EM-Dritte und WM-Sechste im Siebenkampf, wird in St. Gallen nur im Weitsprung starten. In dieser Disziplin steigerte sie sich im vergangenen Sommer auf 6,73 m. Eine Rückkehr wagt Géraldine Ruckstuhl, die Zentralschweizer Siebenkämpferin, die zuletzt immer wieder gebremst wurde. Aufgrund einer Fussverletzung 2021 und einer langwierigen Coronainfektion 2022 musste sie tatenlos zuschauen, wie ihre Kollegin Annik Kälin ihr den Schweizer Rekord entriss und Mal für Mal nach oben schraubte. Das Meeting in St. Gallen soll für Ruckstuhl ein erster Schritt zurück in den Wettkampfalltag und in Richtung Olympia 2024 sein. Sie wird am Samstagabend im Hochsprung antreten und am Sonntag in den drei Disziplinen Weitsprung, 60m Hürden und Kugelstossen.

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