Nachgefragt
Ex-Espe Cedric Itten über die Nati und FCSG-Captain Görtler: «Zwischen Lukas und mir gibt es keine Probleme»

Cedric Itten ist nach dem Wechsel zu den Young Boys aktuell wieder Spieler der Schweizer Nationalmannschaft. Und irgendwie ist der 25-Jährige ja auch immer noch ein bisschen St.Galler. In Bad Ragaz stand der Stürmer Red’ und Antwort.

Christian Brägger Jetzt kommentieren
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Cedric Itten im Training mit der Schweizer Fussball Nationalmannschaft in Bad Ragaz.

Cedric Itten im Training mit der Schweizer Fussball Nationalmannschaft in Bad Ragaz.

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Nach den starken Auftritten mit den Young Boys sind Sie wohl mit viel Selbstvertrauen zur Nati eingerückt?

Cedric Itten: Ich fühle mich in Bern sehr wohl, der Start ist uns und mir persönlich gelungen. Ich versuche nun, mich in den Trainings und den Partien dem Nationaltrainer aufzudrängen. Aber natürlich will jeder spielen.

In der Nati sind Sie wohl als Joker vorgesehen. Wie sehen Sie Ihre Rolle?

Ich kann damit gut umgehen. Ich bin einfach Stolz, wenn ich dabeisein darf. In der Nati ist es ja jeweils sehr gut gelaufen für mich. Ich werde also versuchen, dass das so bleibt.

In Schottland hatten Sie bei den Rangers eine schwierige Zeit. Nun holten Sie sich bei den Young Boys wieder Rhythmus, fingen gut an. Welchen Vergleich zwischen den beiden Ligen ziehen Sie?

Ich weiss, was ich kann. Natürlich hat mir geholfen, dass ich bei YB bereits viele Spieler von den Schweizer Nationalteams her kannte. Das unterstützt, um anzukommen. Gerade als Stürmer ist es sehr wichtig, dass man regelmässig spielt. Dann kommt man in Form, die Laufwege ergeben sich fast von alleine. Und man trifft dann auch, wenn man das Selbstvertrauen hat. Der Kontrast der Ligen ist aber gross. Schottland ist physischer, man steht dort kompakt, in der Schweiz spielt man eher offener.

Wie sehen Sie den Zustand der Nati?

Wir haben so viel Qualität und viele Schweizer, die in ihren Vereinen tolle Leistungen bringen. Es ist definitiv unser Ziel, in der Nations League nicht aus der Topgruppe abzusteigen. Und irgendwann ist natürlich die Vorfreude auf die WM da.

Rechnen Sie mit der WM?

Ich hoffe das sehr, am Schluss entscheidet der Trainer. Ich muss einfach gute Leistungen bringen – der Schritt zu YB kam ja aus mehreren Gründen zustande. Ich hatte vor dem Wechsel noch Corona. Natürlich wollte ich einen Verein, bei dem ich mich hundertprozentig wohlfühle und bei dem ich regelmässig spiele. Bis jetzt war der Schritt zu YB definitiv richtig.

Mit YB trafen Sie bereits auf den früheren Arbeitgeber, den FC St.Gallen. Wie war’s?

Es war schon speziell, ich kenne ja immer noch viele Leute da, auch vom Staff. Natürlich pfiffen die Fans, aber das gehört dazu.

Sie und Captain Lukas Görtler gerieten aneinander. Musstet ihr das noch klären?

Er machte das in jenem Moment schon clever, die Atmosphäre gab ihm auch noch einen Push. Aber wir verstehen uns gut, wir haben uns ja vor dem Spiel bereits gesehen. Da gibt es keine Probleme zwischen uns.

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