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«Ein Selbstläufer war es nicht»: Armon Orlik gewinnt Nordostschweizerisches in Herisau

Gegen den Bündner Armon Orlik ist am 125. Nordostschweizer Schwingfest kein Kraut gewachsen. Der 23-Jährige aus Maienfeld gewinnt alle sechs Gänge und triumphiert zum zweiten Mal nach 2016 am Nordostschweizerischen.
Christof Krapf
Armon Orlik lässt sich nach seinem Sieg im Schlussgang feiern. (Bild: Benjamin Manser)

Armon Orlik lässt sich nach seinem Sieg im Schlussgang feiern. (Bild: Benjamin Manser)

Der eine, der Armon Orlik an diesem Fest ernsthaft hätte fordern können, war nicht da. Samuel Giger, Vorjahressieger am Nordostschweizer (NOS) und Aushängeschild der Thurgauer Schwinger, musste das Fest in Herisau kurzfristig absagen. Eine Schnittverletzung nach einem Arbeitsunfall war nicht rechtzeitig ausgeheilt.

So war die Bahn frei für Orlik. Für jenen Bündner, der vergangenes Wochenende das Glarner-Bündner dominiert und alle sechs Kämpfe mit der Maximalnote gewonnen hatte. Orlik machte vor 8000 Zuschauern in Herisau dort weiter, wo er vor einer Woche in Arosa aufgehört hatte. Schon im ersten Gang bodigte er den Innerschweizer Mitfavoriten Joel Wicki mit einem kraftvollen Hüfter.

(Bild: Benjamin Manser)
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20 Bilder

Die schönsten Bilder vom Nordostschweizer Schwingfest in Herisau

­Damit war klar: Wer Siegermuni Guido mit nach Hause nehmen will, muss zuerst Orlik besiegen. Danach bezwang der Maienfelder im dritten Gang den Berner Kilian Wenger und raubte dem Schwingerkönig frühzeitig jegliche Chance auf die Schlussgangqualifikation. Der Berner landete schliesslich auf Rang sieben – immerhin ein Kranz. Mit Siegen gegen die Nordostschweizer ­Eidgenossen Michael Bless und ­Stefan Burkhalter qualifizierte sich aber Orlik und nicht Wenger souverän für den Schlussgang.

Nordostschweizer auch als Mannschaft stark

Dass der Bündner in der Endausmarchung auf einen Kontrahenten aus dem eigenen Verband und nicht auf einen der ambitionierten Gäste aus der Innerschweiz oder Bern traf, lag an einer geschlossenen Mannschaftsleistung der Nordostschweizer. Der Innerschweizer Wicki musste nach Niederlagen gegen Orlik und Unspunnensieger Daniel Bösch seine Hoffnung auf den Festsieg schon kurz nach der Mittagspause begraben. Und der stärkste Gast – der Berner Teilverbandskranzer Matthias Aeschbacher – war nach einem Gestellten gegen den Thurgauer Domenic Schneider und den Ausserrhoder Bless nach dem fünften Gang zurückgebunden.

Dies versetzte das Kampfgericht in die Lage, dass es vor dem Schlussgang den Gegner von Orlik aus drei Nordostschweizer Bösen auswählen konnte. Auf dem Papier hätte Schneider die beste Ausgangslage gehabt: Im Gegensatz zu Bless und dem Glarner Roger Rychen hatte er keinen verlorenen Gang auf dem Notenblatt. Allerdings hatte Bless während des Tages zwei Eidgenossen vorgesetzt bekommen – Schneider keinen. Dies und wohl eine kleine Portion Lokalpatriotismus liess die Einteilung dem Einheimischen den Vortritt geben.

Gestohlen hatte Bless die Schlussgangqualifikation mit Siegen gegen den routinierten Innerschweizer Benji von Ah und den Berner Aeschbacher aber nicht. Und der Thurgauer Schneider klassierte sich nach seinem gewonnenen sechsten Gang auf Rang zwei.

«Bless hat sich gesteigert»

Wie schon während des ganzen Tages liess Orlik im Schlussgang gegen den Lokalmatador Bless nichts anbrennen. Der Ausserrhoder versuchte sich zwar nach Kräften in der Offensive. Der erste ernsthaft geführte Angriff Orliks reichte aber, um den Appenzeller aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ein Selbstläufer sei der Schlussgang dennoch nicht gewesen, sagte Orlik: «Bless hat sich nach unserem vierten Gang gesteigert.»

Bless’ Steigerung war zu wenig gegen einen Orlik, der nun an zwei Festen zwölf Gänge in Serie für sich entschieden hat. Bless kam auf Rang fünf und das NOS hatte seinen verdienten Sieger. Denn jener Schwinger, der Orlik 2016 im NOS-Schlussgang bezwungen hatte, war nicht da. Ob Giger aber Erfolg gehabt hätte, ist fraglich: In Herisau schaffte dieser Orlik alle.

Lesen Sie die Ereignisse des Tages nachstehend im Liveticker nach:

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