ORIENTIERUNGSLAUF: Hubmann läuft noch hinterher

An der Nachtmeisterschaft in Uster gibt es für die Ostschweizer keine Elite-Medaillen, aber zwei Nachwuchstitel.

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Daniel Hubmann, die langjährige Weltnummer eins, trainiert derzeit in Spanien mit seinem finnischen Club. Daher fehlte er bei der ersten Titelvergabe des Jahres, bei der Nachtmeisterschaft in Uster. Als Aspirant auf eine Medaille blieb somit der jüngere Hubmann-Bruder Martin. Doch nach 1:19:41-Wettkampfstunden und einem Rückstand von 5:50 Minuten auf Goldmedaillengewinner Matthias Kyburz hielt der Eschliker fest: «Meine läuferische Form entspricht noch nicht dem, was verlangt ist.»

Und im typischen Mittellandwald im Zürcher Oberland kam diese Komponente zum Tragen. «Es galt zu blochen, dich physisch zu quälen – und das gelang mir nicht», so Hubmann. Auf den drittplatzierten Fabian Hertner büsste er 1:47 Minuten ein.

Deininger und Aegler gewinnen ihre Rennen

Bestätigt sah er seine Einschätzung am Folgetag. Am nationalen Mitteldistanz-Rennen büsste er im knapp halb so langen Rennen mit seinen 40:39 Minuten auf Sieger Kyburz nicht weniger als 7:06 Minuten ein – obwohl er technisch absolut auf der Höhe war. «Ich erholte mich vom Vorabend schlecht und fühlte mich völlig leer.» Seine Erklärung betreffend Form sah er so erhärtet. Ins Gewicht fällt nun, dass er 2016 des Studienabschlusses wegen 20 Prozent weniger Zeit fürs Training investierte. Erst im Dezember begann er mit dem Wiederaufbau – «auf einem tieferen Level». Diesen Rückstand gilt es bis im Mai wettzumachen. Dann finden die Testläufe statt, die für die WM-Qualifikation herangezogen werden. Ebenso beginnt dann die Weltcupsaison.

Für die Ostschweizer Glanzresultate sorgten zwei Nachwuchsathletinnen: Die St. Gallerin Eliane Deininger und die Wilerin Nora Aegler siegten in den Kategorien D18 und D16. (gg)