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ORIENTIERUNGSLAUF: Ein unerreichtes Ziel vor Augen

Der Eschliker Daniel Hubmann steuert am Samstag in Gelterkinden seinen neunten Schweizer- Meister-Titel im Nacht-OL an – im Hinterkopf hat er indes bereits die EM von Mitte Mai im Tessin.
Jörg Greb
Daniel Hubmann nutzt die Schweizer Meisterschaft im Nacht-OL als EM-Vorbereitung. (Bild: Diego Baratti/Freshfocus (Tartu, 4. Juli 2017))

Daniel Hubmann nutzt die Schweizer Meisterschaft im Nacht-OL als EM-Vorbereitung. (Bild: Diego Baratti/Freshfocus (Tartu, 4. Juli 2017))

Jörg Greb

sport@thurgauerzeitung.ch

Acht seiner insgesamt 28 Schweizer Meistertitel hat Daniel Hubmann an einer Nacht-Meisterschaft gewonnen. Obersten Stellenwert haben diese Titelkämpfe beim Weltklasse-Orientierungsläufer indes nie genossen. Und schon gar nicht bezeichnet sie der bald 35-jährige Thurgauer in diesem Jahr als die wichtigste Schweizer Meisterschaft. Dennoch handelt es sich um die erste nationale Meisterschaft – und die einzige vor dem frühen Saisonhöhepunkt.

Auf die Europameisterschaften von Mitte Mai im Tessin ist Hubmanns Konzentration gerichtet. Das mit Bedacht. «Ich habe noch kein internationales Meisterschaftsgold zu Hause in der Schweiz gewonnen», sagt der siebenfache Weltmeister und vierfache Europameister. 2012, als die bislang letzten Heimtitelkämpfe in Lausanne stattfanden, fiel Hubmann verletzt aus.

Formstand besser als in anderen Jahren

Noch sechs Wochen dauert es, bis zum Auftakt der EM 2018. Für Hubmann wie auch die andern Schweizer Topathleten handelt es sich bei den kontinentalen Titelkämpfen im Tessin um «einen absoluten Höhepunkt». Fast alles ist auf diese EM-Woche ausgerichtet. Mitunter betrifft dies auch den Formaufbau. «Ich muss früher in Form sein und ich bin es», sagt Daniel Hubmann. Den Besonderheiten der Tessiner Wälder hat die Aufmerksamkeit in der Vorbereitung gegolten. Bis Anfang dieser Woche weilte das Nationalteam in der Südschweiz im Trainingslager. Und Hubmann hat wie die meisten seiner Widersacher auch privat in die Südschweiz investiert. Vom Privileg profitierte er, dass ihm OL-Fans eine Wohnung in Lugano zur Verfügung gestellt haben, die er seit vergangenem Herbst nach Bedarf nutzen kann.

Erst dreimal mit der Stirnlampe im Wald

Trotz Tessin, trotz EM: Zum Nachtrennen vom Samstag in Gelterkinden reist Daniel Hubmann voll fokussiert: «Ich will gewinnen, Nachtläufe liegen mir.» Auf eine spezifische Vorbereitung baute er indes nicht. «Ich habe auf serienweise Trainings in der Dunkelheit verzichtet», sagt der Eschliker. Er begründet dies einerseits mit seinem Status als Profisportler und dem Privileg, tagsüber trainieren zu können. Andererseits äussert er auch seine persönliche Vorliebe für den Tag. «Dreimal war ich dieses Jahr mit der Stirnlampe im Wald.»

Etwas aber dürfte ihm an diesem Wochenende zusätzlich entgegenkommen: «Die Wälder im Baselbiet ähneln jenen im Tessin.» Auch sie sind steil und anforderungsreich. «Anders ist die Vegetation», so Hubmann, «aber darüber mache ich mir wenig Gedanken». Vielmehr hat er sich mit der Intensität der Belastung auseinandergesetzt. Um der Regeneration den entsprechenden Stellenwert einzuräumen, verzichtet er auf Doppelstart-Möglichkeiten am Sonntag. Der nationale OL in Baselland wie auch die Strassenlauf-Meisterschaft in Oberriet im Rheintal hätten sich angeboten. «Beides war ein Thema und wäre an sich reizvoll gewesen», sagt der Hinterthurgauer. Doch der längerfristige Fokus hat den Entscheid zur Absage geprägt –im Hinblick auf die Zukunft, auf die Heim-EM.

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