Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ORIENTIERUNGSLAUF: Daniel Hubmann: «Steilhänge verzeihen nicht»

Ein halbes Jahr lang bereitete sich der Thurgauer Daniel Hubmann vor Ort auf die EM im Tessin vor. Vor allem die Vegetation und die Hanglage seien eine Herausforderung.
Matthias Hafen
In einer Tessiner Wohnung, die OL-Fans Daniel Hubmann zur Verfügung stellten, bereitete sich der Eschliker akribisch auf die EM vor. (Bild: PD)

In einer Tessiner Wohnung, die OL-Fans Daniel Hubmann zur Verfügung stellten, bereitete sich der Eschliker akribisch auf die EM vor. (Bild: PD)

Matthias Hafen

matthias.hafen@thurgauerzeitung.ch

Daniel Hubmann, seit vergangenem Herbst haben Sie rund 50 Trainingstage im Tessin verbracht. Welches Tessiner Gericht essen Sie mittlerweile am liebsten?

Ich habe mich sehr mit Polenta angefreundet, was ich zu Hause nicht so oft esse. Aber ich mag die italienisch geprägte Küche grundsätzliche gerne. Insofern waren es kulinarisch immer schöne Aufenthalte.

Was haben Ihnen die Tessiner Tage sportlich gebracht?

Ich erhoffe mir durch die vielen Stunden, die ich dort verbracht habe schon einen Wettkampf-Vorteil. Es ging primär darum, mich im Gelände zurechtzufinden. Und da ist die Gleichung einfach: Je mehr Erfahrung ich in einem bestimmten Gelände habe, desto mehr weiss ich über seine Beschaffenheit. Und das gibt mir Selbstvertrauen und Ruhe für den Wettkampf.

Inwiefern unterscheidet sich das Tessin von anderen Wettkampfgeländen?

Es herrscht eine andere Vegetation vor als nördlich der Alpen. Zum Beispiel gibt es ganz viele Kastanienbäume, die wir bei uns seltener vorfinden.

Macht es denn einen Unterschied, ob Sie auf einen Kastanienbaum oder eine Birke zulaufen?

Es geht nicht um den Baum an sich. Es geht mehr darum, wie der Boden beschaffen ist, das Dickicht drum herum. Zum Beispiel muss ich als Läufer damit umgehen können, wenn überall Kastanien am Boden liegen.

Es heisst auch, das EM-Gelände sei unüblich steil. Was bedeutet das für Sie?

Für uns Schweizer ist es ein Vorteil, wenn wir viel am Hang laufen können. Das sind wir uns eher gewöhnt als die Konkurrenz aus den nordischen Ländern. Das heisst aber auch, dass du viel genauer sein musst. Wenn du im Steilhang einen Fehler machst und deshalb einen Umweg laufen musst, vervielfacht sich dieser wegen der Höhenmeter. Steilhänge verzeihen dir nicht. Hier bist du schnell weg vom Fenster.

Was nehmen Sie sonst noch mit von Ihren Tessiner Tagen?

Dass mir von OL-Fans für ein halbes Jahr eine Wohnung zur Verfügung gestellt wurde, war natürlich super. Ich musste mich nie um eine Hotelbuchung oder so kümmern und konnte jederzeit spontan dorthin fahren. Dafür bin ich sehr dankbar.

Womöglich hat es sich jedes Mal wie Ferien angefühlt?

Ein bisschen schon, ja. Die Freundlichkeit der Tessiner ist jedenfalls beispielhaft. Ich wurde oft eingeladen und habe dort die Geselligkeit geschätzt. Ich fühle mich sehr wohl im Tessin und das ist ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Hinweis

Daniel Hubmann wird an der OL-EM im Tessin in den folgenden Disziplinen starten: Sprint (Samstag, 6. Mai), Mitteldistanz (Mittwoch, 9. Mai), Staffel (Samstag, 12. Mai) und Langdistanz (Sonntag, 13. Mai). Die Sprintstaffel vom Donnerstag, 10. Mai, lässt er aus.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.